Sonntag, 23. Dezember 2007

Sarg mal, geht's noch?

Da schau ich neulich morgens im Bad zufällig auf die Verpackung meiner Wattepads, auf der in allen Sprachen drauf steht wiiiieeee weich die sind und lese, dass das im italienischen mit "morbidissimo" beschrieben wird. Die Italiener! Also, ich fand das bemerkenswert, denn morbiden Charme erwarte ich in der Literatur, der Fotografie, aber ja nicht bei meinen Wattepads.

Bis jetzt bin ich aber wohl die einzige, die das bemerkenswert fand, jedenfalls haben die, denen gegenüber ich das erwähnt habe, dem Wort nichts ungewöhnliches abgewinnen können. Ich verstehe unter morbide so viel wie: kränklich, morsch, den Verfall stilisierend. Und der Zusammenhang ist klar, ein Wattepad ist in fragilen Schichten kreiert und somit irgendwie morsch. Blätterteig ist also auch morbide, genaugenommen.

Ich hab trotzdem gestutzt und bin dem morbiden Charme der Italiener auf den Grund gegangen und auf DAS hier gestoßen (den Kalender anklicken bitte). Ist doch mal was anderes, wenn sich Frauen auf Särgen, statt auf Autos räkeln. Sex sells - bis über den Tod hinaus. Die spinnen, die Italiener.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Dance with me!

Macht mir jedes Jahr wieder Spaß, ha ha!

Shake shake shake

Leider kommt es bei den Elfen häufig zu Serverüberlastung - einfach geduldig die Seite aktualisieren...

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ein-Satz-Post

Bin heute später zur Arbeit gekommen und hatte mich gerade entblättert, die vielen Sachen, die man im Winter eben so übergestülpt hat, abgelegt und an meinem überfüllten, im Papierchaos versinkenden Schreibtisch Platz genommen, das Notebook hochgefahren und wirkte sehr arbeitsam, als, wie jedes Jahr kurz vor Weihnachten, der Geschäftsführer die Runde durch die Büros machte zum Shake-Hands und Frohe-Weihnachten-Wünschen (ist ein sehr netter Geschäftsführer der alten Schule) und so also auch an meine Bürotür klopfte und mir die Hand reichte mit dem Kommentar, dass ich aber sehr kalte Hände hätte und fast, aber nur fast, hätte ich doch glatt geantwortet, dass ich ja auch eben erst gekommen bin und hätte damit den ganzen arbeitsamen Eindruck zunichte gemacht – hab mir aber auf die Zunge gebissen und gedacht, dass ich jetzt auch sagen könnte, dass die Heizung im Büro nicht so dolle ist..., hab letztendlich aber nur debil genickt und gegrinst, was sicher keinen viel besseren Eindruck hinterlassen hat.

Dienstag, 18. Dezember 2007

Lecker Weihnachten

Weihnachten macht irre - ich bin ganz sicher. Die einen mehr, die anderen weniger.
Während einerseits auf Weihnachtsmärkten mit Ellenbogen gekämpft wird, bricht im Büro in der Weihnachtsvorstimmung, äh Vor-Weihnachtsstimmung eine Art Freitagsgefühl (Endlich Wochenende!) aus, das diese Woche schon montags beginnt und die ganze Woche anhält.
Einige sind vielleicht auch angeheitert von der ein oder anderen Weihnachtsfeier, kommen mit Restalkohol vom Vorabend ins Büro, andere sind vielleicht einfach nur euphorisch, weil sie die Kollegen, die bereits im Weihnachtsurlaub sind, los sind.* Und man freut sich, dass die Schlange in der Kantine täglich kürzer wird, weil immer mehr Nasen durch Abwesenheit glänzen und wird schließlich albern.


Opfer in der Mittagspause heute war unser sich vegetarisch ernährender Kollege, dem wir leider das letzte bisschen Essen, das er in unserer fleischhaltigen Kantine genießen kann, nämlich die Weihnachtsleckereien, die auf Tellern auf den Tischen verteilt sind, auch noch vermiest haben.
Aber tut mir leid, der Zimtstern, den er sich nahm, sah nun mal aus wie aus Haschee und kaum hatte ich das ausgesprochen, setzte M. ein Innereien-Kipferl drauf. Ich berichtigte ihn, dass es Kutteln-Kipferl hieße (wegen des besseren Klangs). Unsere Kollege mampfte inzwischen missmutig sein Plätzchen, während wir in die Tischkante bissen. Am besten jetzt aufhören. „Es heißt ja auch SPECKulatius“ sagte M. und wir prusteten. Der Kollege schaute von einem zum anderen, unverständig. „Und Leb(er)kuchen“ sagte ich und es gab kein Halten mehr. Fest der Liebe!

* Ich nicht, wohlgemerkt! (Mein Chef liest mein Blog ;))

Sonntag, 16. Dezember 2007

Queens & Steaks

Und noch eine kleine musikalische Ähnlichkeit...
Nachdem ich neulich gerade Little sister der Queens of the Stone Age gehört hatte, lief kurz darauf das Video von Jane became insane der Beatsteaks im TV. Und es ist zwar nur eine klitzekleine Ähnlichkeit, aber wenn man die Songs so kurz nacheinander hört, klingen die Riffs am Anfang schon irgendwie verwandt.
Bloß dass QuotSA natürlich viel kraftvoller sind, zuerst da waren, Little Sister schließlich einfach viel mehr vorwärts geht und außerdem eines der besten Solos ever vorweisen kann (dieser fulminante Abschluß! - man muß das vor allem beim Joggen hören, obwohl man dann automatisch anfängt zu rennen...) Und zudem stinkt Armin Teutoburg-Weiß, die Janis Joplin aus Berlin und Sänger bei den Beatsteaks nun mal gegen die sexiest voice alive Josh Homme ab, sorry.
Besonders schön zu genießen ist diese Stimme übrigens bei der acoustic version von Make it wit chu.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Angriff auf Arsch und Ohren

Ich bin vorhin, als ich im Dunkeln durch den Park lief (liebe Kinder, don't try this at home), angegriffen worden. Fuhr doch einfach so ein halbstarker Pimpf mit dem Fahrrad an mir vorbei und kniff mir kräftig in den Hintern. Und dass es ein halbstarker Pimpf war, weiß ich, weil er mir vorher mit dem Rad entgegen kam und ebenso wie ich eine Kapuze mit Fellbesatz überm Kopf hatte, weshalb er mir überhaupt auffiel, weil wir beide darunter hervor äugten. Und weshalb er genau wusste, wie eingeschränkt das Sichtfeld mit so einer Kapuze ist und dass ich ihn deshalb nicht richtig oder rechtzeitig würde sehen können, wenn er sich mir zwecks Attacke nähert. Geschweige denn hören, denn Musik hatte ich natürlich auch auf den Ohren, unter der Kapuze.

Jedenfalls rief ich ihm „Arsch! Was solln das?“ hinterher und fand es im selben Moment total albern „Arsch!“ zu brüllen, wenn man gerade an eben diesen gefasst bekommen hat. Als würde man „Hand!“ brüllen, wenn einem jemandem die Hand gibt. Gut, der Vergleich hinkt etwas und ich leide ja auch nicht am Tourette-Syndrom.

Ein wenig hat mir das die Laune aufs Laufen gehen im Park, das ich heute Abend vor hatte, gemindert. Nicht mal, weil so ein halbstarker Pimpf übermäßig beängstigend wäre, obwohl solch ein halbstarker Pimpf durchaus leider stärker sein kann als man selbst..., sondern weil ich eben auch mit Musik auf den Ohren laufen gehe und es dem Puls nicht gut tut, wenn man dabei erschreckt wird. Bin dann in einen Hopskurs gegangen, neudeutsch „Body Jam“, mit entsprechender Musik. War sicherer, aber aben auch ein Angriff - auf die Ohren. Wer jemals so einen Kurs mitgemacht hat, weiß das. Man hüpft zu Liedern, die in der Originalversion schon hart an der Grenze sind (Gipsy Kings, Village People u.ä. die schlimmeren kann ich gar nicht nennen, weil ich die Interpreten nicht kenne oder erfolgreich verdrängt habe), die aber in so einem Hopskurs zwecks Rhythmuskonstanz grundsätzlich in verstampften Disocbeatversionen laufen. Das einzige was da hilft, ist sich so auf eine korrekte Ausführung der Übungen konzentrieren und sich so zu erschöpfen, dass man die Musik nicht mehr richtig wahrnimmt oder sie einem total egal wird. Und so hat das ganze immerhin einen gewissen Sinn. Schlimm nur, wenn das Unterbewußtsein einem einen Streich spielt und einem dann doch für den Rest des Abends einen Ohrwurm aufzwängt.

It's fun to stay at the Y.M.C.A....it's fun to stay at the Y.M.C.A.....
You can get yourself clean, you can have a good meal,
You can do what about you feel...

Montag, 10. Dezember 2007

Weihnachten - Das japanische "Make Love"-Fest

Dass man in Japan Weihnachten feiert, auch wenn man dort nicht unbedingt weiß, warum, weiß ich. Schließlich habe ich seit 23 Jahren eine japanische Brieffreundin, von der ich jedes Jahr eine Weihnachtskarte bekomme. Japan hat Weihnachten auf die Art adaptiert, wie Deutschland Halloween oder den Valentinstag.
Was ich bisher nicht wusste: Ähnlich wie der Valentinstag wird allerdings das Weihnachtsfest in Japan begangen. Naja, gut, ich weiß nicht, ob es bei uns weit verbreitet üblich ist, am 14.Februar ein "Love-Hotel" aufzusuchen, aber das wäre nun am Valentinstag nicht so weit hergeholt wie an Weihnachten, oder?
Die Japaner aber kommen da mit dem Argument „Ist doch das Fest der Liebe!“ und suchen Hotels auf, die nicht nur im Rotlicht erstrahlen, sondern wo am Empfang (ganzjährig!) ein geschmückter Weihnachtsbaum steht, an die roten Wände Weihnachtsmotive projiziert werden, neben dem Bett rote Kondome liegen und im Schrank bunny-artige Nikolauskostüme für Frauen hängen, rot, mini, hier und da mit weißem Fell besetzt.

32 Euro umgerechnet kosten 2 Std. in einem der Hotelzimmer, in denen man auch standardmäßig eine Karaokemaschine vorfindet, um japanische Weihnachtslieder singen zu können. Japanische Weihnachtslieder? In der Tat. Kleine Kostprobe:
(Achtung vor dem Link hier noch schnell der Text zum mitsingen, Karaoke eben - und bitte beachten: Nach dem „no wa ga mau“ erfolgt, wie an dieser Stelle bei diesem Lied in anderen Sprachen auch, ein herzhaftes oder herzliches „Hey“ mit Schmackes.

Jinguru beru jinguru beru (Jingle Bells Jingle Bells)
Suzu ga naru
Suzu no rizumu ni hikari no wa ga mau
Jinguru beru jinguru beru
Suzu ga naru
Mori ni hayashi ni hibikinagara

Hashire sori yo kaze no you ni
Yuki no naka o karuku hayaku
Waraigoe o yuki ni makeba
Akarui hikari no hana ni naru yo

Jinguru beru jinguru beru (Jingle Bells Jingle Bells)
Suzu ga naru
Suzu no rizumu ni hikari no wa ga mau
Jinguru beru jinguru beru
Suzu ga naru
Mori ni hayashi ni hibikinagara

Hashire sori yo oka no ue wa
Yuki mo shiroku kaze mo shiroku
Utau koe wa tonde yuku yo
Kagayaki hajimeta hoshi no sora e

Und jetzt alle!

Es gibt übrigens auch eine japanische Version von "Oh Tannenbaum"... Ich muss dazu nochmal meine Brieffreundin befragen und mir vielleicht mal ne CD schicken lassen. Trash rulez.

Der 24. Dezember wurde in Japan allerdings noch nicht offiziell zum Feiertag erklärt, die Japaner haben also nicht frei. Dafür aber am 23. Dezember, denn das ist der Geburtstag von Kaiser Akihito.

Woher ich das alles weiß? Die von Euch, die gestern den Weltspiegel gesehen haben, wissen es (auch). Ich saß nicht nur mit offenen Augen, sondern auch mit offenem Mund vorm Fernseher.
Man sprach auch über das tolerante Verhältnis der Japaner zu Religionen. Tolerant! Firlefanz – die lieben einfach Kitsch, so ist das. Weihnachten bietet ihnen alles, was sie in ihrer Manier auf die Spitze treiben können, insbesondere massig bunte Lichter und Singen.

In einem Interview mit einem japanischen Weihnachtsfan, der stolz meinte, er hätte die Bibel gelesen, fragte man diesen nach den Eltern Jesu. Antwort: „Die Mutter hieß Maria. Wer jetzt noch mal der Vater war hab ich vergessen.“ Is klar, is ja auch unwesentlich fürs Christentum, ne.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Für jeden etwas

Noch keine Weihnachtsgeschenkideen??
Da werden Sie geholfen!
Ob das auch den Beschenkten hilft ist das Risiko, das man in Kauf zu nehmen hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Kommt auf die Beschenkten an...

Für nachtragende Leute mit großen Zahnzwischenräumen:
Der
Voodoopuppen-Zahnstocher-Halter

Für die Unentschlossenen: Früher trug man ein Medaillon mit dem Liebsten um den Hals, heute, im digitalen Zeitalter der ganz anderen Geschwindigkeit und Vielfältigkeit und Möglichkeiten, wird das Medaillon ersetzt durch ein Art
mobilen Bildschirmschoner.
(Gibt’s übrigens auch bei Tchibo fürs Regal. Und bei Tchibo gibt’s jetzt auch sprechende Flaschenöffner....)

Für die Verträumten oder Stubenhocker, die so was nicht mehr in echt sehen: Der
Home-Rainbow

Und für Euch, die ihr die Weihnachtsgeschenke vom Rechner aus sucht und Euch nicht die Füße beim Einkaufsstress in der Stadt heiß laufen wollt:
USB-Heizpuschen!

Sonntag, 2. Dezember 2007

Braunes Weihnachtsgeschenk

Ich finde, das Design fällt irgendwie aus dem Rahmen...