Dienstag, 14. Oktober 2008

burn before eating


Habe mir soeben den neuesten Coen-Film angeschaut, "Burn after reading".

Ich fand es großes Kino. Schon die ersten Kameraeinstellungen hatten die unvergleichliche Handschrift der Brüder, ein Genuß. Und was die schauspielerischen Leistungen des Staraufgebots betrifft: Man kann an keinem was aussetzen. Eher weiß man nicht, wen man zuerst erwähnen soll, damit keiner hervorgehoben werde. Dabei sind die Leistungen der Darsteller nicht mal vergleichbar, viel zu unterschiedlich sind die Herausforderungen, viel zu grundverschieden die Figuren. Niemand ist kalter als Tilda Swinton, niemand hyperaktiver, feiger und egozentrischer als George Clooney, niemand so herrlich doof und bedauernswert in seiner Doofheit wie Brad Pitt.
John Malkovich ist am kraftvollsten, spielt aber auch den kraftvollsten Charakter. Und Frances McDormand ist grandios in ihrer zielgerichteten Naivität. Den normalen Typ übernimmt Richard Jenkins und man hofft umsonst für ihn, dass er nicht in den Strudel dieser Irren gerät. Eine perplexe CIA-Führung bezahlt am Ende Schönheits-OPs. Der Film hat Spaß gemacht, ganz einfach.

Apropos "Burn after reading": Ich hab keine Ahnung, was auf dem Pfannkuchen stand, den ich kürzlich in Mystic, Connecticut in der Mikrowelle des Hotels unfreiwillig in Brand setzte und mir so schnell Freunde im beschaulichen Dorf, der Schauplatz des Films "Mystic Pizza" war, machte, nämlich ein paar Feuerwehrleute und das halbe Hotalpersonal. Ich hoffe aber, mir ist nun deshalb nicht das CIA auf den Fersen.

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