Mittwoch, 30. Januar 2008

Blogblockade

Sie erwischt ja jeden Mal: die Blogblockade. Nun mich. Ist ja auch nicht weiter schlimm, wenn ich mal still bin, einige sind vielleicht gar erleichtert. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, Bloggen, wenn man nix zu sagen hat, ist Blech. Oder soll ich Euch damit behelligen, dass ich beim Marschieren in der Aerobicstunde Herr-der-Ringe-Assoziationen habe, nämlich an eine Armee von Orks denke? Oder dass ich beim Durchblättern des Blättchens "europa apotheek" (hatte in der U-Bahn keinen anderen Lesestoff zur Hand) mich an Led Zeppelin erinnert fühle (siehe Bild)? Gut, soeben geschehen.

Dieses Mittelchen soll man zu zappeligen Kindern geben. Wieso? Sitzen die nicht alle nur noch vor der Spielkonsole? Oder fürchten Eltern die wii station? Und war die gesamte PR-Abteilung verurlaubt oder gelangweilt, als man dem Mittel seinen Namen gab?

Demnächst in diesem Blog: "Wie ich meine Blogblockade überwand... "

Samstag, 26. Januar 2008

Von Hähnen und Gänsen

Neulich habe ich mich spontan gefragt, warum es eigentlich Kranewasser heißt, wenn das Wasser doch aus dem Wasserhahn kommt. Dann müßte es doch eigentlich Hahnewasser heißen*. Das hab ich allerdings noch nie gehört. Hahnewasser! Klingt auch komisch.
Recherchen aber ergaben, dass es sehr wohl - regional betrachtet - Hahnewasser heißt und dass mir eigentlich das Wörtchen Kranewasser viel komischer erscheinen sollte, denn das kommt aus der Pfalz, wo man Kran zum Hahn sagt. Sagt man in der Pfalz dann auch "mit dem ersten Kranenschrei aufstehen"? Ha ha, ja Bombenscherz, ich weiß, schon gut.

Auf jeden Fall ist Hahnewasser noch zu toppen. So gibt es nämlich auch noch für das lecker Wasser aus der Leitung die Bezeichnungen "Leitungsheimer" oder "Gänsewein".
Letzterer Ausdruck war mir völlig unbekannt und da hab ich doch mal wieder was schönes gelernt, was ich gleich an Euch weitergebe, obwohl Ihr es sicher schon wißt, Mist.

Gänsewein ist das Getränk des armen Mannes, der sich keinen echten Wein leisten kann.
Äquivalent dazu haben die Franzosen ihren Froschwein und die Italiener ihren Brunnenwein.
Wasser mit Kohlensäure ist dann Gänsesekt.

Ein weiterer schöner Euphemismus für Leitungs(wasch)wasser, ist das "Chateau Lavabo". Bestimmt ähnlich prickelnd wie die "Rohrperle".

Tss, und ich wunderte mich schon über Kranewasser....


*Korinthen sind ganz feine Lebensmittel

Donnerstag, 24. Januar 2008

altes Eisen

Vor einem Jahr wurde mir ein durchtrennter Fußzehknochen mit einer Schraube geflickt. Mein Arzt meinte damals - lang ist es her (eben ein Jahr!) - dass man diese Schraube etwa in einem Jahr wieder rausnehmen könne, bei Leuten wie mir, noch in so jungen Jahren, würde man das machen, es würde quasi noch lohnen, bei älteren Personen würde man das Eisen dagegen einfach da lassen, wo es nun ist.
Ich fand die Variante rausnehmen durchaus angenehmer, als mit (noch mehr) Metall im Körper rumzulaufen. Zumal sich diese Drecksschraube als Wetterschraube entpuppte, die aufmuckt, wenn ein Tief kommt.
Nun, nach einem Jahr eben, meint mein Arzt, die Schraube solle drin bleiben. Hallo??
Bin ICH in dem einem Jahr so gealtert, dass ER sich bei meinem Anblick nun nicht mehr daran erinnern kann, dass er mich vor einem Jahr noch zu den Jüngeren gezählt hat?
So schnell geht's, mit noch nicht mal 35 schon zum alten Eisen gezählt, reparieren lohnt nicht mehr.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Knöllchen

2008 ist das internationale Jahr der Kartoffel, das hat die UNESCO erklärt. Und die Kartoffel ist ja auch ein dolles Ding. Wächst so gut wie überall, unter allen möglichen klimatischen Bedingungen und am meisten in China. Die Kartoffel hat viele Proteine, hohen Vitamin-C-Anteil und wenig Fett. Sie ist vor allem bei Weightwatchern beliebt, denn sie hat wenig Punkte. Neben China ist Deutschland einer der wichtigsten Exporteure der Kartoffel(stärke), allerdings essen die Chinesen die Kartoffel weniger selbst. Die Deutschen dagegen sind auf Platz 4 der Kartoffelverdrücker weltweit, gleich nach Weißrußland, Rußland und der Ukraine, die von China beliefert werden. Eigentlich aber kommt die Kartoffel aus Peru und ist schon 8000 Jahre alt (igitt). Und natürlich hat man sich weltweit innerhalb von 8000 Jahren dolle Rezepte einfallen lassen.
Deshalb ist es mir ein bisschen peinlich, dass ich, während ich über diese UNESCO-Erklärung lese, gerade das hier esse:Aber mir muss ja auch niemand mehr erklären, dass die Kartoffel dolle is...

Montag, 21. Januar 2008

Die Vögel

Zwei Frauen stehen in einer ruhigen Seitenstraße am parkenden Auto, im Begriff sich voneinander zu verabschieden, aber noch zu sehr von wichtigen Themen bewegt, um den Dialog zu unterbrechen und eine Zäsur zu finden, sie tauschen sich aus, nicken verständnisvoll und sind ganz vertieft, als sich plötzlich eine Krähe über ihnen mit lautem Krächzen, das die ruhige Dunkelheit durchschneidet, von einem Baum erhebt und sich, gefolgt von einer anderen schrill meckernden Artgenossin, auf einem Baum auf der gegenüberliegenden Straßenseite niederläßt.
Beide Frauen fahren vor Schreck zusammen.
"Hitchcock-Scheiße!" schreit die eine,
"Du Vogelsau!" die andere japsend.

Freitag, 18. Januar 2008

Endlich Wochenende!

Yippieh!
Das mußte mal wieder gesagt werden.
Ein schönes solches Euch allen!

Donnerstag, 17. Januar 2008

Die Kollegin meiner Schwester hat gesagt....

... viele herzallerliebste Dinge, die aber gar keinen Sinn ergeben.
Dummerweise hab ich ganz viele Schmankerl schon vergessen, deshalb hab ich beschlossen, wenigstens ab jetzt diese hübschen sprachlichen Ausrutscher zu sammeln und zwar in Blogeinträgen.
Es ist mir ein Bedürfnis aus "unterstem Herzen", wie die Kollegin meiner Schwester (DKMS)* sagen würde, in einem Anfall von "nächtlicher Umwandlung".
Aber nicht nur die Leute um sie herum, sondern auch DKMS selbst "wundert sich Bauklötzer", manchmal jedenfalls, allerdings nicht, wenn sie behauptet, der Nahe Osten sei Polen.

...to be continued....


*
So macht man das ja heute mit unsinnig langen Bezeichnungen, man macht unsinnige Abkürzungen daraus.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Gespenster

Nichts wird so heiß gegessen wie’s geKOCHt wird – das gilt auch für die hessische Landtagswahl. Es ist ja doch beruhigend, dass klar (Wortspiel) zu erkennende Schnaps(!)ideen, auch in den eigenen Reihen derer die sie vorbringen, abgeschmettert werden. So geschehen hinsichtlich der Strafverfolgung von Kindern.
Gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit hab ich mich dann aber doch ganz ganz kurz gefragt, ob... Eigentlich hab ich mich nix gefragt, ich hatte lediglich Assoziationen....
Es war nämlich so, dass mir auf dem Weg, der nur 8min mit dem Rad dauert, DREI Kinder begegnet sind, die nicht gerade den Eindruck machten, als würden sie furchtlos in die Schule gehen. Als würde sie dort ihr persönlicher Horror erwarten, nämlich andere Kinder. Gemeine Kinder. Grausame Kinder. Wie’s halt so is.
Eines, der Kinder, die mir morgens begegneten, saß im vor der Schule haltenden Auto und die Angst stand ihm ins Gesicht geschrieben, während die Mutter es beruhigend überredete. Das andere, ein paar Meter weiter an der Hand seines Vater, bockte und wollte partout nicht weitergehen. Wiederum ein anderes täuschte beim Überqueren des Zebrastreifens in der Schulstraße einen Hustenanfall vor und bekniete seinen Vater, nicht in die Schule zu müssen. Da liegt doch einiges im Argen! Was erwartet die verängstigten Schüler in der Schule? Prügel oder doch schlicht furchterregende Klassenarbeiten?Waren wir früher auch so schissig wegen nichtiger Pillepalle und man ist heute einfach sensibilisiert für dramatische Situationen? Vielleicht hat Kind 1 am Vortag im Unterricht einfach was peinliches gesagt und traut sich deshalb nicht mehr seinen Mitschülern unter die Augen. Hat Kind 2 vielleicht einfach die Hausaufgaben nicht gemacht? Möglicherweise ist Kind 3 wirklich krank oder hat einfach keine Lust und wird schon bald anfangen, die Unterschriften der Eltern auf den Entschuldigungen zu fälschen. Kennen wir doch alles! Man fängt an Gespenster zu sehen, wenn die Stimmung überkocht.

Montag, 14. Januar 2008

Ich gebe auf!

Für gewöhnlich verordne ich mir 80 Seiten bis ich beschließe, ein Buch NICHT zu Ende zu lesen. 80 Seiten halte ich immer durch und Abbrüche gab es bisher sehr selten.

Vor was-weiß-ich-wieviel Wochen nahm ich mir Jonathan Franzens „Die 27ste Stadt“ vor.
Ich kannte zuvor nur die sehr guten „Korrekturen“. Nun wollte ich sein Erstlingswerk lesen. Und die Beschreibung klingt toll. Leider war der Roman von Anfang an sehr zäh und ich beschloss – in gutem Willen für einen guten Autor – bei einem Volumen von 704 Seiten über mein Muss-Pensum von 80 Seiten hinaus zu gehen. Ich bin jetzt auf Seite 386 oder so und nu is Schluss! Ich hab keine Lust mehr dieses Buch noch wochenlang aus falschem Ehrgeiz zu verschleppen, während so viele andere schöne Bücher darauf warten, von mir gelesen zu werden. Nach dieser befreienden Entscheidung hab ich mir die Rezensionen in Amazon durchgelesen und so auch gleich das Ende erfahren. Finde ich unfassbar, dass Amazon Rezensionen zulässt, die das ganze Ende erzählen! Wo gibt's denn sowas? Nun ja, bei Amazon eben. Aber gut – in diesem Fall war das vollkommen in Ordnung. Jetzt bin ich noch fröher (froh, fröher, am fröhlichsten, ha ha), dass ich nicht weiter gelesen hab. Stand ja ne gute IDee dahinter, war ja auch gut geschrieben und hatte auch seine guten Momente und interessante Szenen - war aber eben einfach nicht packend genug

Mache mich nun auf nach Vittula. Wehe jemand verrät mir das Ende.

Samstag, 12. Januar 2008

Donnerstag, 10. Januar 2008

Wer die Wahl hat...

Aus meinem Noch-im-Halbschlaf-Dusel weckte mich heute morgen das Titelbild auf meiner Tageszeitung durch Erschrecken:Über die im November diesen Jahres anstehende US-Wahl dringt mehr an meine Augen und Ohren als über die bevorstehende Landtagswahl am 27.Januar. Und tatsächlich würde ich lieber in den USA mitwählen, schließlich geht es um die Wahl der mächtigsten Person der Welt und da machen die Amis erfahrungsgemäß ja viel falsch. Könnten wir nicht tauschen? Amerika wählt unseren Landtag (sooooviel kann da nicht schief gehen) und wir Hessen wählen den US-Präsidenten oder die Präsidentin.
Denn genauso genommen, der Berichterstattung nach zu urteilen, geht es primär darum, ob ein Schwarzer oder eine Frau das Zepter übernimmt. Und ich zweifle daran, dass die USA für was auch immer von beidem schon reif sind. Nur eine Union von beidem, ein weiblicher Barack oder eine schwarze Hillary, wäre undenkbarer. Am End wird es doch der Baptistenprediger der klingt wie eine Biene mit Hinkebein. Nein, das wollen wir mal nicht beschreien, das kann einfach nicht wahr werden. Dieser Mann lehnt den Darwinismus ab!! (Wahrscheinlich weil sich HInkebeinbienen in der Evolution nicht durchsetzen würden.)

Solche Kandidaten kann unsere Landtagswahl nicht vorweisen. Aber das sollten wir doch besser selbst machen, wenn ich es mir recht überlege. Denn wenn wir das den Amerikanern überließen und die wählen wieder die Republikaner, dann haben wir den Salat...

Erstaunlich übrigens: Die erste Frau kandidierte 1872 – lange, bevor Frauen in den USA auf Bundesebene das aktive Wahlrecht hatten.
Und einen schwarzen Kandidaten, der bei den Vorwahlen erfolgreich war, gab es schon 1984 mit Jesse Jackson.

Mehr Interessantes zu den US-Wahlen gibt es
hier.
Informationen zur hessischen Landtagswahl gibt es
hier.

Dienstag, 8. Januar 2008

Nachbarschaftlich

Ich erhalte eine Tageszeitung. Seit meinem Umzug hat mein Zusteller mehrere Phasen durchgemacht. Zunächst lag die Zeitung vorm Haus, also vorm Einfahrttor, aufm Boden. Dann lag sie im Innenhof, hinter dem Einfahrttor, aufm Boden. Keine Ahnung, wie der Zusteller hinter das Tor kommt, ob er einen Generalschlüssel für Frankfurter Hofeinfahrten hat, einen Dietrich benutzt oder jeden morgen meine Hausverwalterin aus dem Bett klingelt.
Nach einiger Zeit lag die Zeitung dann im Innenhof, hinter dem Einfahrttor, vor der Haustür zum Treppenhaus auf dem Treppenabsatz. So musste ich bei Verlassen des Hauses nach Öffnen der Haustür bloß einen Knicks machen und nach meiner Zeitung fischen. Das war toll. Nun, seit Kurzem, steckt die Zeitung in meinem Briefkasten, im Innenhof, hinter dem Einfahrttor, neben der Haustür in Richtung Hinterhaus, so dass ich morgens vier Schritte Umweg machen muss, um nach der Zeitung im Briefkasten schnappen. Nicht weiter schlimm. Ich wohne im vierten Stock, vier Schritte machen im Vergleich zu 82 Stufen den Bock nicht fett. Einziger Nachteil: Ich hab scheinbar noch nicht so ganz drauf, welcher Briefkasten meiner ist.

So musste ich gestern in der U-Bahn plötzlich feststellen, dass ich gar nicht meinen geliebten Tagesspiegel
in Händen hielt, sondern die Frankfurter Neue Presse. Nur ganz kurz hatte ich, als ich mit der Zeitung unterm Arm zur Station eilte den Eindruck, dass sie sich heute anders anfühlte (ehrlich!), aber natürlich zweifelte ich an mir (beim Griff zum Briefkasten dafür aber offensichtlich nicht).
In der U-Bahn jedenfalls fühlte ich mich augenblicklich ertappt und beobachtet. Sahen die Leute um mich herum mich nicht klagend an und stand ihnen nicht auf der Stirn geschrieben, dass sie mich für einen verschlagenen Menschen hielten, der anderen die Zeitung stahl? Einerseits mutmaßte ich, dass die Gesichter, die ich morgens so oft sehe, doch genau wissen, dass ich die falsche Zeitung las. Andererseits kannte ich die Gesichter nicht gut genug, um zu beurteilen, ob eines davon einem meiner neuen Nachbarn gehören könnte. Oder sagen wir: Ich kenne meine Nachbarn nicht gut genug, denn - zugegeben - ich hab mich nach drei Monaten immer noch nicht im Hause vorgestellt. (Wahrscheinlich werde ich es nun auch nicht mehr tun, denn nach drei Monaten ist es nahezu lächerlich. Bei den Nachbarn vorstellen ist eben genauso nervig wie gute Vorsätze befolgen.)

Ich fühlte mich doppelt schuldig. Ich, der Stoffel, der sich nicht vorgestellt hatte, hatte jemandem den morgen versaut. Ich weiß, wie sich das anfühlt!!
Mein Zusteller hat oft genug auch Phasen, in denen er mir meine Zeitung nirgendwo hinlegt, nicht vor und nicht hinter das Einfahrttor. Ich weiß, wie einem das morgens auf die Stimmung drückt, wenn mal wieder keine Zeitung da ist und man in der U-Bahn Löcher in die Luft starren und sich ärgern muß, weil man ausgerechnet heute auch den MP3-Player nicht dabei hat. Und man haßt seinen Zusteller für diese Respektlosigkeit. Dann beschwichtigt man sich damit, dass es ja auch einfach sein könnte, dass einem jemand die Zeitung geklaut hat. Aber am nächsten Tag, wenn man zwei Zeitungen vorfindet, die aktuelle und die vom Vortag, haßt man seinen Zusteller wieder – denn was soll man noch mit der überholten Zeitung?
Die liegt dann nur rum und macht einem mit ihrer Ungelesenheit ein schlechtes Gewissen.

Nun hatte ich jemandem den Morgen verdorben, den Hass auf einen unschuldigen Zusteller geschürt und auch noch die falsche Zeitung. Was tun? Lesen, was sonst.

Abends hab ich kurz (nicht ernsthaft) drüber nachgedacht, die Zeitung zu bügeln und zu falten und am nächsten Morgen in den richtigen Briefkasten zu stecken und so zu tun, als wäre der Zusteller am Vortag bloß faul gewesen. Wenn ich nur wüßte, in welchen Briefkasten die Zeitung eigentlich gehört... Heute früh hab ich geschaut, wo wieder eine FNP drinsteckt. Nichts. Nirgendwo. Null.
Entweder bekommt der Abonnent nur die Montagszeitung (was meinen Faux-Pas noch verschlimmern würde) oder aber – und das gibt der ganzen Geschichte eine ganz neue Wendung: Ich hatte einfach ein doofes FNP-Probeexemplar in meinem Briefkasten.Nichts da von wegen „Danebengegriffen“ oder „jemandem den Morgen verdorben“! Hab jedenfalls einfach beschlossen, mir das nun so schönzureden, äh schönzuschreiben.

Sonntag, 6. Januar 2008

Bewundernswert...

... die Holländer können gesunde Pommes machen. Oder verstehe ich hier was flasch? Ist es für die Pommes gesünder gesundheitsbewußt frittiert zu werden, für den Esser aber Jacke wie Hose. Apropos Hose. In die wird man möglicherweise nicht mehr passen, wenn man die Sauce genossen hat. Die Remoulade, die es zu den Pommes gab, war transparent, eine Farbe die man so in etwa hinbekommt, wenn man etwas auf reinem Fett basieren läßt - von wegen low calorie. Vielleicht ein Druckfehler. Sollte vielleicht "Wow! Calorie" heißen. Oder "now calorie" (quasi: jetzt nach der gesunden Pommes die Kalorien).
Aber die Pommes waren in der Tat echt lekker
makkelijk.



Donnerstag, 3. Januar 2008

Gut

Der erste Tag des Jahres: Ein ausgedehnter Strandspaziergang, danach sauniert und schließlich das Kaminfeuer genossen.
Geht es besser? Das sind immerhin schon drei Dinge, die ich den Rest des Jahres über eher selten habe, in Ermangelung eines Strands in der Nähe, einer Sauna im Haus und eines Kamins in der guten Stube. Aber wird auch so gehen. Hauptsache, dass neue Jahr geht so nett weiter. Ist doch nicht zuviel verlangt, oder?

Ich bezahle dafür auch gern mit guten Vorsätzen. Und so wird einer nach dem anderen wegfallen, ha ha. Nein, ich habe eigentlich keine. Außer mehr Sport zu machen. Aber das ist kein guter Vorsatz, das ist ein Bedürfnis. Gute Vorsätze hält man deshalb nicht ein, weil sie einem eben nicht gut erscheinen, sondern einem mächtig auf die Nerven gehen und einen unter Druck setzen, vor allem dadurch, dass man im Grunde weiß, dass sie gut (= vernünftig) wären. Bloß, dass sie keinen Spaß machen (=nicht gut). Hab mich aber dieses Jahr selbst überlistet und den guten Vorsatz, aufzuhören zu rauchen, entkräftet, indem ich es einfach im Oktober schon aufgegeben habe, das Rauchen. Der Gutheit ein Schnippchen geschlagen, ätsch.


Und Ihr?
Ich wünsche Euch allen ein total gutes UND spaßiges, glückliches neues Jahr!