Dienstag, 14. Dezember 2010

entengleich

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Eine gewisse walisische Sängerin ruft neuerdings mit Ihrer Stimme leider Assoziationen an Daffy Duck (merge to Duffy) bei mir hervor. Well well well, what a pity.
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Freitag, 3. Dezember 2010

Freitag, 26. November 2010

Es ist ein Dackel entsprungen

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Zu Weihnachten ein Häufchen gefällig?
Dann legen Sie doch den lieben Kleinen einen Kackel-Dackel unter den Weihnachtsbaum.
Ob der auf Dauer spannender ist als ein Wackel-Dackel sei dahin gestellt, aber vielleicht wird so der nächsten Generation gleich als ganz selbst verständlich vermittelt, dass man Hundehäufchen aufsammeln muss. Und das sollte man doch unterstützen.

Bald haben wir alle unsere Ruh,
da nie mehr Hundepoo am Schuh.
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Dienstag, 23. November 2010

Freitag, 19. November 2010

I just had to let it go

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Kürzlich wurde zum 70. Geburtstag von John Lennon unter der Leitung von Yoko Ono ein Album mit „digital remastered“ Hits veröffentlicht.

Bei solchen remastered Dingen ist man ja immer erst mal skeptisch, hält es für Geldmacherei oder möchte gar nicht das altvertraute Knistern im Lied vermissen. Oder man hört gar keinen Unterschied und fragt sich, was da jetzt eigentlich auf nodeutsch geremastered wurde.

Aber, meine Fresse Güte, ich hab ganz ganz doll Gänsehaut bekommen, als ich „Watching the Wheels“ in der neuen Version gehört habe. Um einen eigentlich aus einer anderen Branche stammenden Titel zu verwenden: „Extrem laut und unglaublich nah“ ist die Stimme von John Lennon. Schön.

Hier könnt Ihr’s hören: Klicken und Augen zu.

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Donnerstag, 18. November 2010

Google Potter im Bermuda-Kiez

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Mit Harry Potter habe ich nichts am (Zauber)Hut. Aber ich meine, da gibt es so komische Türen, durch die man hindurch geht und in einer anderen Welt wieder raus kommt.
Ähnliches hat Google auch geschafft, mit Street View.
Wie tausend Andere wohl auch habe ich heute meinen Kiez im Netz betrachten wollen. Dieser scheint jedoch in einer Zauberwelt zu liegen, die nicht für jeden zugänglich ist. Der Bermuda-Kiez quasi.
Dafür kann man aus dem "Prüfling" (das ist eine Straße in Frankfurt Bornheim) direkt um die Ecke zum HR (das ist ein Sender, dessen Funkhaus in Frankfurt Dornbusch steht). Das ist mal ne Abkürzung. Street View machts möglich.

Mit Street View kann man auch durch Häuser gehen. So kommt man - Hokuspokus - vom Rötheneck direkt in die Eckenheimer Landstraße und findet die Deutsche Nationalbibliothek in der Eulengasse.














Möglicherweise ist das Ganze bloß Terrorabwehr. Denn so findet niemand was.

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Mittwoch, 17. November 2010

I am Kloot sind gut

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Neulich war ich auf einem Konzert der Band mit dem hübschen Namen I am Kloot. Wobei „hübsch“ vielleicht der falsche Ausdruck ist für das, was das aus dem Holländischen stammende Wort „kloot“ bedeutet.

I am Kloot haben viel live gespielt, bevor es erste Studioalben gab. Das hat man beim Konzert gemerkt. Dementsprechend beeindruckend, publikumsnah und locker war es. Das aktuelle Album der Band, Sky at night, ist für mich ein heißer Anwärter auf den Titel „Mein Album-Favorit 2010“.

Als Teaser würde ich nun gern hier auf einen ausgewählten Titel verweisen, allein: Die Entscheidung fällt schwer. Soll es die erste Single über nördliche Himmel sein, oder die zweite Auskopplung, ein knackiger, nicht mal 3 Minuten langer Beweis. Ich würde Euch gern das Lied, bei dem ich immer betrunken sein möchte, ans Herz legen, aber leider gibt es keine Quelle, die Lately gerecht wird.

Betrunken ist übrigens der Kopf der Band, Singer und Songwriter John Bramwell, des Öfteren. Offenbar rühren daher so poetische Liedzeilen wie die aus To the brink:
I raise a glass, a smile or two
This stuff strips the light from your bones”.

Hm, ich entscheide mich heute für Fingertips.
I guess that I've been singing all my life, well that's right, and that is fine.
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Dienstag, 16. November 2010

Mittwoch, 10. November 2010

Heldenworte

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Bin ich eigentlich die einzige, die „Wir sind Helden“ hauptsächlich aus dem Grund nicht so gerne hört, weil sich mir bei der Aussprache von Judith Holofernes die Fußzehennägel sonst wohin kringeln?

Die Helden sind „hia draoßen“ oder sind „ongaschiert“ oder „müssen nur wallen“.

Ja, man muss nur wollen oder sich engagieren, dann kann man auch richtig (aus)sprechen wie die meisten hier draußen.

Ich glaube, mir geht es hier wie den Engländern, die befremdet dem Englisch in Lenas „Satellite“ lauschten. Das Gute daran aber ist, dass die Lieder von „Wir sind Helden“ für mich so eine unerschöpfliche Quelle von Verhörern sind und für solche habe ich ja eine Schwäche.

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Dienstag, 9. November 2010

vorbei

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Kinners, die Zeit fliegt. Kürzlich habe ich meinen neuen Jahrestaschenkalender erhalten und wie jedes Jahr die Geburtstage vom alten Kalender übertragen sowie die Adressen aktualisiert. Es zieht ja alle Nas lang einer um, wegen Nestbau oder was auch immer. Dabei jedenfalls tätige ich jedes Mal unwillkürlich einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Während ich in dem Kalender blättere stoße ich auf Einträge von Kinobesuchen, Geburtstagsfeiern, Arztterminen und Urlauben. An den einen Film kann ich mich vielleicht nicht mehr erinnern, vermag aber nicht zu glauben, dass die Feier, auf der ich zuletzt X und Y gesehen habe, schon so lang her ist und erschrecke ein bisschen.

Ich hab nicht gezählt, aber sicher habe ich den/die ein oder andere(n) Freund/in im vergangenen Jahr höchstens zweimal allein und vielleicht drei Mal im Kreise anderer getroffen. Wir alle haben immer weniger Zeit und schaffen es immer weniger, unsere „Termine“ zu synchronisieren oder den weiten Weg zu jemandem auf uns zu nehmen. Manchmal wünschte ich, meine Freunde und ich würden in einem Dorf wohnen, wo man kurze Wege hat um sich klischeehaft mal schnell ein paar Eier fürs Frühstück zu leihen oder dann gleich zusammen zu frühstücken, um sich an manchen Abenden noch mal wenigstens kurz auf einen Absacker in der Kneipe zu treffen, sich beim Babysitten zu unterstützen, in denselben Sportverein zu gehen oder um auch einfach mal zusammen fernzusehen. Früher hätte ich diesen Wunsch nicht für möglich gehalten, weil ich aus einer Kleinstadt komme und über Kerbeborsche-Gemeinschaften und Dorfkneipen gegrinst habe und froh war, dass ich in Frankfurt zu Schule und zur Uni ging. All das habe ich aber eigentlich auch nie kennengelernt, eben weil ich in Frankfurt zur Schule ging und der Kleinstadtalltag eine Parallelwelt war, in der ich nicht verwurzelt war.
Nichtsdestotrotz hat man sich früher öfter gesehen, als alle noch nicht vollberufstätig oder Eltern waren und man die Muße und Tatkraft hatte, für einen kurzen Besuch auch mal weiter zu fahren.

Heute erfahre ich über Dritte, dass X schwanger ist oder Y heiratet und das kränkt mich. Heute treffe ich mich nach Monaten mit Leuten und verbringe den Abend mit einem Update über diese Monate und am Ende des Updates ist der Abend rum, ohne dass man wirklich viel voneinander hatte.

Es gehören natürlich immer zwei zur Kontaktpflege und mein sentimentales Geschreibsel hier ist ohnehin kein Vorwurf an irgendjemanden. Ich wünschte nur, es wäre anders. Frankfurt ist ein Dorf im Vergleich zu anderen Großstädten, aber eben doch kein Dorf. Und wenn ich in ein Dorf ziehen würde, könnte ich mir weder aussuchen, wer dort noch wohnt (und ehrlich gesagt sind die Berichte von Freunden, die tatsächlich aufm Dorf wohnen eher abschreckend), noch Freunde zwingen, auch dorthin zu ziehen.

Ich bin Realist genug, um die Utopie zu erkennen. Aber man darf ja noch träumen. Und da hätte ich auch schon den metaphorischen Vorsatz für neue Jahr: Ein Dorf bauen. Wenigstens im Kopf.

Kinners, wie die Zeit fliegt. Lange habe ich nix ins Blog geschrieben und jetzt gleich so was!

Gute Nacht.


Sonntag, 31. Oktober 2010

Donnerstag, 28. Oktober 2010

die sich mit dem Eisbeutel unterhält

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Wollt Ihr eine Zeitreisende sehen? Nicht so keck wie einst Michael J. Fox in der Vergangenheit, eher eine Miss Marple. Aber durchaus interessant anzusehen, diese Filmszene von 1928, in der eine Frau offenbar mit einem Handy telefoniert.

Ich bin der Ansicht, dass Miss Marple einfach vom Zahnarzt kommt, einen Eis- oder Quarkbeutel an die Wange hält und ab und an den Kiefer bewegt. Aber klar, kann auch sein, dass sie eine Zeitreisende ist, wie ein Filmfan, der die Szene entdeckt hat, meint.
Ich kann gar nicht verstehen, dass"he has shown it to more than 100 people and still no one can come up with a convincing explanation".
Ich finde meine Erklärung durchaus schlüssig.

Aber seht selbst: time-traveller
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Dienstag, 19. Oktober 2010

Süße Senioren (1)

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Vor dem Gymnastikraum stehen ein paar junge Leute und warten, dass der Kurs beginnt.
Ein älterer Herr stellt sich hinzu. "Willst Du etwa auch beim 'Hip Hop' mitmachen?" fragt ihn eine Frau, die ihn kennt.
Der alte Mann schüttelt den Kopf und lacht. "Nein, meine Hips wollen leider nicht mehr hoppen."

Worauf er wartete, blieb unklar.
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Freitag, 15. Oktober 2010

Sundown

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Ich habe das neue Album der Kings of Leon (heute erschienen) erst einmal gehört. Man sollte dann noch kein Urteil fällen. Sollte man nicht? In diesem Fall schon. Denn was mich für diese Band einst hat so entflammen lassen, war, dass ich mich nie großartig "reinhören" mußte. Es war so, dass ich alles gleich nochmal hören wollte, immer und immer wieder und mich nie an ihnen satt gehört habe.

Come around sundown
Es ist gut. (Klingt als würde da gleich ein Aber kommen...). Aber, es verursacht kein Flattern in meiner Brust. Und die Kings of Leon waren drei sehr starke Alben lang dazu in der Lage, mir ein richtiges Flattern in der Brust zu verschaffen. Auf dem fünften nun finde ich 13 gute Lieder. "Radioactive" klar, oder "The end" oder "No Money" etwa.
Aber keines ist vergleichbar mit einem "Holy Roller Novocaine", einem "Happy Alone", einem "Molly's Chambers", einem "Soft", einem "My Party", einem "Knocked up"... hach.

Die gab es allerdings auf dem vierten Album, Only by the night, genaugenommen auch schon nicht mehr.

Es ist jedoch schon eine reife Leistung, über acht Jahre und fünf Alben immer derart gut zu sein. Und ich liebe Calebs rotzige Stimme noch immer. Mir fehlen sie dennoch ein wenig, die frühen Kings of Leon.

Und so habe ich mir, aus Trotz und Mainstream-Verweigerung, keine Karte für das Konzert in Frankfurt gekauft. Festhalle! Ausgerechnet. Ich war beleidigt! Und während ich noch schmollte, wurde das Konzert ausverkauft und das paßt mir jetzt auch nicht.

Wenn also jemand da draußen noch eine Karte übrig hat und sie mir zum Normalpreis verkaufen würde - alls her damit.
Ich warte. In der Zwischenzeit höre ich mich in das neu Album rein.


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Montag, 11. Oktober 2010

wenn man vom Teufel spricht

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Furchtbar, wen man alles so im Hugendubel trifft...

Dienstag, 5. Oktober 2010

So macht man das also!

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Jetzt weiß ich, wie ich die Zeit finde, endlich mein Buch zu schreiben: Ich muss bloß eine öffentliches Amt bekleiden (etwa das eines Ministerpräsidenten) oder einen Vorstandsposten übernehmen (zum Beispiel bei der Bundesbank).
Da muß man massig Zeit haben um nebenher Bücher zu schreiben...
Und ich Depp hab einen Bürojob, bei dem noch gearbeitet wird. So wird das nix.
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Montag, 4. Oktober 2010

Kapitulation

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Heute bin ich eingeknickt:

Ich habe den ersten Lebkuchen gegessen!
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Donnerstag, 30. September 2010

Schlechter Geschmack for Dummies bitte

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Es ist mal wieder an der Zeit zu meckern (auch wenn ich jetzt sicher von Sash wieder eins auf die zwölf bekomme). Aber Entschuldigung, so geht das nicht!

Das Banale der End-80er-früh-90erJahre-Musik ist nicht umsonst überwunden worden und in der Versenkung verschwunden. Allem anderen, guten Synthie-Pop, sei ja Respekt gezollt. Aber dass nun zwei blinden Hühnern aus Manchester mit der banalsten Form des Retro-Synthie-Pop in unserer Zeit ein Wurf gelingt, der noch dazu unverdient mit Musik von Größen wie Tears for Fears oder Depeche Mode verglichen wird, ist mir völlig unverständlich. Sogar „Hurts“ selbst lehnen eine Verbindung zu diesen Bands ab. Wenn auch zugegebener Maßen, aufs Merkwürdigste:

"Wir haben keinerlei Verbindung zu all diesen Bands mit denen man uns so oft vergleicht. Wir suchen uns bei ihnen nur die Aspekte die uns gefallen."

Komisch, ich dachte, wenn man sich von etwas inspirieren lässt, hat man irgendwie automatisch eine Verbindung dazu, wenn auch nur sehr einseitig. Schlimmstenfalls in Form des Plagiats. Einem Vergleich hält „Hurts“ jedenfalls nicht stand.

Sei’s drum. Ich finde keine Erklärung dafür, dass „Wonderful life“ rauf und runter gedudelt und billiges Pathos hochgejubelt wird. Der Text ist Mist (und ich rede jetzt nicht primär vom Refrain), die Musik ist Mist, das Video ist Mist. Für mich eine komplette Niete.

Nun sind aber sogar in meinem nächsten Umfeld Menschen, die da anderer Meinung sind, was mich zugegebenermaßen frappiert. Ich würde es ja wirklich gern verstehen. Kann mir jemand die Augen, bzw. die Ohren öffnen?



Donnerstag, 23. September 2010

Dienstag, 21. September 2010

Ausschreibung

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Im Gegensatz zu meinem ehemaligen Nachbarn, dem Murmeltier, ist mein neuer Nebenbewohner ja ein Segen. Nett und ruhig. Zumindest vorwiegend ruhig. In letzter Zeit kommt es jedoch häufiger vor, dass ich abends nicht einschlafen kann oder nach kurzem Schlaf wieder geweckt werde, weil nebenan Verkehr* vollzogen wird.
Ich will jetzt nicht ins Detail gehen und sagen, dass ich die Säfte flutschen hören kann, aber es kommt der Sache nahe. Ist eben eine dünne Wand zwischen uns. Und ich kann sagen: Mein Nachbar ist ausdauernd. Manchmal, wenn ich höre, wie man nebenan (zum Ende) kommt und denke, es überstanden zu haben, kommt es vor, dass es wenig später von vorne losgeht.

Nun muss ich das ehrlich gesagt nicht haben und würde ihm gerne mitteilen, wie sehr ich Zeuge werde. Denn ich könnte mir vorstellen, dass auch er keinen Wert darauf legt, diese Intimität mit mir zu teilen. Allein: Ich weiß nicht recht wie ich es angehen soll.
Ihn vielsagend blickend fragen, ob er sich noch erinnert, wie dünn die Wand zwischen uns ist?
Geradeheraus kundtun, dass ich keinen Hörbuch-Porno bestellt habe?

Das Ei des Columbus ist das noch nicht. (Und Columbus sollte ich da vielleicht auch nicht heranziehen, denn der stand in spanischen Diensten und mein Nachbar ist Spanier und dient offenbar auch nicht schlecht.)
Ich bitte also um Eure Mithilfe bei der Suche um eine passende Formulierung. Gewonnen werden kann der taktvoll-und-doch-bestimmt-Nachbarschaftspreis.

Hoffnungsvoll, Eure Penjelly
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*Ich schreibe extra nicht das "Geschlecht" davor, weil ich sonst wieder comments bekomme, die das Thema verfehlen und irgendwelche Hilfsmittel anbieten.

Freitag, 10. September 2010

Ein Gedicht fürs Gesicht

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Morgens auf dem Weg zur Arbeit,
wir waren beide noch nicht weit.
Mein Liebster im Auto, ich aufm Rad.
Er dachte ich bieg auch ab, was ich nicht tat.

So geriet ich beinah unter die Räder,
dabei sagte ich gerade noch "bis später".
Da ich noch mal davon gekommen bin,
so kam mir plötzlich in den Sinn:

Wir alle machen mal die Krätsch,
da hilft auch kein Anti-Ätsch.
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Mittwoch, 8. September 2010

Urlaubsorte, die es schwer haben

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Bevor es an die Ostsee ging, bewegten wir uns übrigens im schönen Harz zwischen Sorge und Elend...
Glücklicherweise galt nicht "nomen est omen".


Später auf unserer Reise kamen wir auch noch nach Poppendorf und Schabernack.
Schon allein deshalb wundert nicht, dass es mehr Touristen an die Ostsee als in den Harz zieht.
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Montag, 6. September 2010

Roll over Beethoven

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Noch unwahrscheinlicher, als Bernstein zu finden, ist es wohl, von einem Heuballen erschlagen zu werden. Bzw. noch unwahrscheinlicher dürfte es sein, dass es einem als bescheidener Landwirt geschieht, dass einer der eigenen Heuballen außer Rand und Band gerät und von vielen Menschen, die gerade unglücklicherweise hätten des Weges kommen können, ausgerechnet einen Rockstar das unglückliche Los trifft und man so selbst zu wenig und unglücklicher Bekanntheit kommt.

In Erinnerung an Mike Edwards.
Strange magic.
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Sonntag, 5. September 2010

gesucht und gefunden: Bernstein

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Während zahlreicher Strandspaziergänge an der Ostsee haben R. und ich in den letzten Wochen natürlich auch die Augen nach Bernstein offen gehalten. Natürlich ist das vollkommen blödsinnig, da wir zur völlig falschen Zeit wenn auch am richtigen Ort waren.

Nur im Winter, wenn das Salzwasser mit vier Grad Celsius seine größte Dichte hat, schwimmt Bernstein an der Oberfläche. Bei starken Herbst- und Winterstürmen, die den Boden des Meeres aufwirbeln, wird Bernstein an Land gespült und findet sich, verfangen mit Tang und Treibholz, am Spülsaum des Strandes.

Folglich haben wir - obwohl uns das bewußt war - umsonst unsere Augen auf den Strand geheftet und potentielle Bernsteinfunde am Abend in eine hohe Salzlösung geworfen, um zu gucken, ob was schwimmt (die sicherste Methode).
Spaß gemacht hat's, obwohl natürlich nichts schwamm.

Dafür habe ich bei der Rückkehr in meinen eigenen vier Wände dann doch noch Bernstein gefunden, und zwar in meinem Kühlschrank. Hielt allen Prüfungen stand. Das Gute liegt so nah!
Letztendlich aber mußte ich doch einsehen, dass sich schlicht ein großer Tropfen "Vitam R" verirrt hatte und in den drei Wochen meiner Abwesenheit hübsch verhärtet war.
Bernstein zum Lutschen quasi. Hab ich aber drauf verzichtet.

Muss ich mich wohl doch mal in einem stürmischen Winter nach Hiddensee begeben und mir jetzt erstmal wieder abgewöhnen, den Boden unter meinen Füßen ständig systematisch abzusuchen.
Eine Sammlung gehärteter Kaugummis vom Stadtasphalt ist ja nichts Vergleichbares.
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Samstag, 14. August 2010

getrennt

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Viele Leute haben kein Wort für den Warenabtrenner auf dem Band an der Supermarktkasse. Hatte ich bisher ehrlich gesagt auch nicht. Warenabtrenner ist irgendwie kein Wort, mehr eine Umschreibung.
Bestimmt gab es sogar mal eine dieser Wortfindungsausschreibungen, um ein hübsches Wort zu finden. Aber die funktionieren ohnehin nie, weil Sprache nun mal nicht entwickelt wird, sondern sich selbst entwickelt.
Wenn ich jetzt nach dem Ding neben dem Fließband greife, habe ich ein Wort im Kopf, das kürzlich vom Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern zu einem der schönsten plattdeutschen Ausdrücke des Jahres 2009 gewählt wurde: Miendientje. Was so viel bedeutet wie "meins/deins", aber viel entzückender klingt.
Damit bin ich jetzt auch gerüstet für den anstehenden Urlaub in den nicht mehr ganz so neuen Bundesländern, den ich nun antrete und damit eine Blogpause einlege.

Bis bald, Eure Penjelly
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Montag, 9. August 2010

schlechter Einfluss

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Die US-Zeitschrift "Entertainment Weekly" hat die einflussreichsten Figuren der Popkulturen der vergangenen 20 Jahren gewählt. Interessant, was da so für Einflüsse zu Tage traten.


Platz 1 - Homer Simpson (faul und dumm)
Platz 2 - Harry Potter (hat Zauberkräfte)
Platz 3 - Hannibal Lector (!!!)
Platz 4 - Carrie Bradshaw (Schuhfetischistin und Fashionvictim)
Platz 5 - Spongebob (???)

Das sind also so die Einflüsse, die in den USA so wirken... In der Liste fand sich irgendwo weiter unten übrigens auch Gollum aus "Der Herr der Ringe". Mir ist allerdings nicht ganz klar, wofür er steht. Machtgier? Absturz? Styling? .

Dienstag, 3. August 2010

Hallo Herr Nachbar

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Gestern habe ich meinen neuen Nachbarn näher kennengelernt. Er kam durch die Wand. Plötzlich hatte Caleb von den Kings of Leon ein Loch im Kopf und als ich durch dieses Loch sah, blickte ich in die Nachbarwohnung. Schöne Tapete, dachte ich. Kurz darauf stand mein Nachbar neben mir und entschuldigte sich für die Löcher in Wand und Poster. Wir begutachteten den Schaden und mußten kichern. Woraufhin er mir die Hand reichte und meinte, dass wir uns bei der Gelegenheit ja mal vorstellen könnten. Da wir uns vor 2 oder 3 Monaten schon mal begegnet waren, hatte ich an dieser Stelle ein kleines Déjà-vu. Aber sei's drum. Im Vergleich zum Murmeltier kann es nachbarmäßig nur besser werden.
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Mittwoch, 28. Juli 2010

Ur-Ahn

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Na, wenn das mal nicht der Ur-Großpapa vom iPod ist...

Braun Taschenradio von 1958, designed by Dieter Rams

Nicht mehr lange zu bestaunen in der Ausstellung "Less or More" im MAK.
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Montag, 26. Juli 2010

schmierig

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Dass der Chef von BP bei seinem Rücktritt rund 14 Millionen Euro Abfindung bekommen könnte, ist ja wohl hoffentlich eine Zeitungsente!
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Donnerstag, 22. Juli 2010

mobile movies

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Kürzlich war ich im Rahmen der Kinowoche „Kino an ungewöhnlichen Orten“, die das Frankfurter Filmmuseum veranstaltet, im Museum.
Und zwar im zweitgrößten Naturkundemuseums Deutschlands, dem Senckenbergmuseum. Gezeigt wurde zwischen all den Dinosaurier-Skeletten Jurassic Park.
Der Film war nicht meine erste Wahl, aber die anderen Veranstaltungen dieser netten Film-Serie waren schon wenige Stunden nach Vorverkaufsbeginn ausverkauft. War aber eine schöne Idee und natürlich sehr passend. Ähnlich wie letztes Jahr die Aufführung von Hitchcocks Die Vögel im Vogelhaus des Frankfurter Zoos.

Beide Filme habe ich bereits zig Mal gesehen und trotzdem muss ich über beide Filme immer noch schmunzeln. Bei Die Vögel sind es die archaischen Effekte, die einen belustigen können: Tipi Hedren schreiend hinter einer Schwimmbad-Glaswand mit aufgeklebten schwarzen Vogelsilhouetten. Bei Jurassic Park, sind es die anspruchslosen Dialoge. (Siehe Beispiele weiter unten.)

Ich bin schon sehr gespannt auf die nächste Reihe.
Vorschlagen würde ich Speed, gezeigt in einem Bus während dieser durch die Stadt fährt, Der kleine Horrorladen im Palmengarten oder Anatomie in der Pathologie des Universitätsklinikum
s.

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Dr. Grant (im Kontrollraum) ruft im Bunker an.

Dr. Hammond nimmt ab: „Ja?“

Dr. Grant: „Dr. Hammond! Die Telefone funktionieren wieder!“

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Lex (kleines Mädchen, sehr beunruhigt): „Lassen Sie mich nicht allein!“

Dr. Grant: „Ich werde Dich nicht allein lassen, versprochen. Warte hier.“

(Dr. Grant ab)

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Mittwoch, 21. Juli 2010

Hingucker

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Männer in Espandrilles - dass es sowas (noch) gibt!
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Dienstag, 13. Juli 2010

Einem ganzen Dorf eine Bause aufgebunden

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Gestrige Pressestimme zur bäuerlichen Traumhochzeit:
"Und wenn Josef und Narumol nicht den Quotentod gestorben sind, wird RTL weiter MIttel und Wege finden, ihr Landwirt-Leben auszuschlachten. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem das 'Kult-Paar der 5. Bauer-sucht-Frau-Staffel' es bitterlich bereuen wird, sich nciht im Urlaub, sondern im deutschen Fernsehen kennengelernt zu haben. So ein Leben im Ramsch-Rampenlicht macht fick und fertig." (Tagesspiegel)

Und da fiel es mir wie Heu aus dem Haar: Das Ganze ist ein Fake!
Aber nicht etwa von RTL, sondern von Josef und Narumol.
Die haben sich nämlich tatsächlich im Urlaub kennengelernt und dachten sich dann: Wie siehtn das aus, wenn der Josef plötzlich ausm Urlaub mit einer Thailänderin zurückkehrt? In so einem kleinen Dorf und vor allem in Bayern wird ja doch viel gemunkelt.
Also haben sie verabredet, dass Josef sich bei "Bauer sucht Frau" bewirbt und Narumol dann die Glückliche wird. So würde Josef im Dorf nicht schief angeguckt und ganz nebenbei würde man mit der Ausschlachtung der Romanze durch RTL sicher noch ein bisschen was verdienen.

Am Abend vor ihrer Heimreise saßen die beiden dann zusammen und haben sich noch ein paar Unterhaltungskracher für die Sendung ausgedacht.

Josef (bauernschlau): "Am besten Du redest dann a bisserl komisch, das macht a Gaudi, so Mißverständnisse sind ja immer lustig, gell?"
Narumol (kichert): "Du meinst, mehr Thai-Deutsch als Kieler Dialekt? Okee, dat kann iss."
Josef: "Und als Spitznamen geben wir Dir Miau, so machen die Katzen in Bayern."
Narumol (kichert): "In Kiel auch. Wenn dat pat zu mir, dann ich Miau."
Josef: "Ich servier dir dann a Glaserl Milch, weil ich bin ja a Milchbauer, und Du mußt dann sagen, dass Du des gar net vertragen duast."
Narumol: "Ja, ich dann kann nisst Milch tinken. Das lustig, weil Du ein Milssbauer biss."
Josef: "Ja, Zapperlott, das wird a Spaß."
Narumol: "Saparot? So heiß auf Thai Ananasss."
Josef: "Ja, Zapperlott!"

Haha, so lachten die beiden dann in Erwartung der Zukunft und über RTL, schlürften ihren Cocktail, fuhren heim, sie nach Kiel und er nach Bayern, und trafen sich schließlich dann vor den Kameras wieder. Das Ergebnis lief gestern abend im Fernsehen.
Josef und Narumol kamen aus dem Kichern nicht mehr raus...

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Montag, 12. Juli 2010

de nederlandse nederlaag

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Tja, was ich manchmal so träume... Da war wohl der Wunsch der Vater des Traumes (total ungewöhnlich sowas!). Ein Wunschtraum sozusagen. Ich hätte einfach gern das Tippspiel gewonnen und das hätte ich nur noch mit einem Sieg der Niederlande geschafft. Blöder Tintenfisch.
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Sonntag, 11. Juli 2010

tintenhirn(e)

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In 13 Minuten geht es los, das WM-Finale Spanien gegen Niederlande. Krake Paul hat seine Voraussagung getroffen. Ich habe heute nacht von ihm geträumt. Wir haben uns ganz gut verstanden und er hat mir verraten, dass er tatsächlich die Siege voraussehen kann. Dass er aber bei der Vorhersage des spanischen Finalsiegs bewußt gelogen habe.
Weil er die ganze Zeit nämlich zuverlässig beim Siege orakeln war, wähnen die Spanier sich nun ihres Triumphes sicher. Eigentlich gewinnen aber die Holländer. Die Niederlage wird Spanien vollkommen überraschen und doppelt schmerzen - und das ist Pauls Absicht. Vendetta für all die Brüder und Schwestern, die in spanischen Suppen oder Ragouts gelandet sind!

Und jetzt viel Spaß beim Spiel
Hup Holland hup!
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Freitag, 9. Juli 2010

Merkwürdige Kollegen

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Stehe in der Teeküche und nehme mir gerade ein Stück Schokolade aus dem Kühlschrank, als eine Kollegin dazukommt, um eine Flasche kaltzustellen. Ich frage: „Stück Schokolade?“ und halte ihr die Tafel hin. Daraufhin sie: „Nee, ich mag doch nichts Süßes!“ Sprichts und legt ihre Cola in den Kühlschrank.

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Donnerstag, 8. Juli 2010

Naja...

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...gewonnen haben wir trotzdem.
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Mittwoch, 7. Juli 2010

es geht um Respekt

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Die internationale Presse liebt uns. Nachdem vor vier Jahren insbesondere das Land als Gastgeber einen guten Eindruck hinterließ, ist es dieses Mal das deutsche Team bzw. der deutsche Fußball.

Mit dem „intelligenten Spiel“ (Clarin, Argentinien) der „kunstvollen Fußballwalze“, der „cleveren Truppe“ (Blick, Schweiz), dem „größten Favorit“, der „zielstrebig, geschmeidig und schnell“ ist (Lance!, Brasilien), den „effizientesten Fußball dieser WM“ spielt (Folha de Sao Paulo), ein „Meisterstück“ abliefert (Daily Mirror), das „glanzvoll“ und „brilliant“ ist (Daily Mail) und von „unwiderstehlichem Fortschritt“ und „nicht vorstellbarer Leistung“ zeugt (The Guardian) erlebte man einen „kollektiven Triumph“ (El Pais) des „deutschen Spaßfußballs“ (Kurier, Österreich).

Sie sind eine Freude, diese Zeilen.

Die Stimmung im eigenen Land fand ich persönlich vor vier Jahren besser. Zwar gibt es dieses Male mehr Fanartikel, aber damals stand doch mehr die frische Geeintheit der plötzlichen Beflaggung und die Harmonie im Land im Vordergrund.

Vielleicht aber bin ich auch einfach traumatisiert, nachdem ich neulich mit dem Fahrrad die Straße kreuzte und ein links, rechts und oben, kurzum: rundherum geschmücktes Auto mit schwarz-rot-goldener Kühlerhaube höflich anhielt, um mich kreuzen zu lassen und ich mich anschließend umdrehte, um ebenso höflich ein Lächeln und Danke zu entgegnen, stattdessen aber schneller als ich genau das vermochte, von einer wie Brot dummen, jugendlichen Blondine, die sich aus dem Beifahrerfenster lehnte, mit Kippe im Mund angeblafft wurde mit den Worten: „Kannst Dich ruhig mal bedanken, Du Futt!“

Da kann ich nur sagen: "Das ist Harmonie, Du Arschloch." (aus Stromberg, Staffel 3, Episode 5)

Hoffen wir mal, dass wir morgen in den Zeitungen wieder etwas Schönes lesen können. Und hoffen wir mal, dass dumme, aggressive Jugendliche in der Minderheit sind.

Hier noch ein kleines Schmankerl, direkt aus Frankreich (wo mein Chef gerade im Urlaub weilt und sich trotzdem die Mühe macht, mich mit solchen Bildern zu erheitern):


Dienstag, 6. Juli 2010

Kinder der Nacht im Urlaub

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Gestern abend nach dem sehr schönen, sehr kraftvollen Konzert von Broken Social Scene eilte ich um 0:03 Uhr zur U-Bahn hinab, die um 0:05 Uhr fahren sollte. Ein Blick auf die Anzeige überm Bahnsteig verriet mir jedoch, dass es noch 13 Minuten bis zur Abfahrt der nächsten U-Bahn sein sollten.
Nun wissen wir ja alle aus
schlechter Erfahrung, dass man diesen Anzeigen nicht trauen sollte, da auch angezeigte 2 Minuten sich durchaus mal auf realistische 5 Minuten ausdehnen können. Wir wissen aber auch aus guter Erfahrung, dass man diesen Anzeigen nicht trauen sollte, da angezeigte 15 Minuten auch durchaus mal eine 1 Minute darauf einfahrende U-Bahn unterschlagen können.
In der Hoffnung auf letzteres warf ich einen Blick auf den Fahrplanaushang. Dort stand geschrieben, dass die U-Bahn um 0:05 Uhr nicht in den Sommerferien fährt.
Ja, klar, denke ich. Weil während der Sommerferien ja die Massen an Kindern, die sonst nachts mit der U-Bahn fahren, alle verreist sind!
Dann bin ich gelaufen und hatte noch Musik im Ohr. Schöne Musik.

Mittwoch, 30. Juni 2010

Aller Dinge sind drei

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Schön, jetzt hat man sich nen Wulff gewählt und die ganze Sache vergauckt.
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Mittwoch, 23. Juni 2010

WM-Voodoo(zela)

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Nicht nur die "Fan-Ausrüstung-und-WM-Accessoires-Industrie" hat zugeschlagen, sondern darüberhinaus gibt es ja so ziemlich alles, was man nicht am Körper oder am Auto befestigen kann, in schwarz-rot-gold. Insbesondere Sachen, die man in den Körper bringt, werden eingefärbt und finden reißenden Absatz. Fußball-Joghurts, schwarz-rot-goldene M&Ms und Fan-Plunder. Ja, Fan-Plunder! Mein persönliches Highlight unter den eingefärbten Widerlichkeiten.
Ich gebe zu, dass ich die M&Ms gekauft habe, ein bisschen Spaß muss sein. Aber was steckt eigentlich dahinter? Geht es um eine Art Voodoo? Wenn wir heute abend alle schwarz-rot-goldene Sachen essen und uns mit Fan-Plundern vergiften, dann werden wir ins Achtelfinale einziehen? Na, dann mal ran!
Bei einem Bäcker erspähte ich sogar ein Kikker-Brot. Mit Doppel-K, in der Tat. Ich fragte meine Begleitung, ob das irgendwas mit dem Textildiscounter Kik zu tun haben soll und seine Meinung über den Bäcker war lediglich: "Dumm wie Brot eben."
So kann das mit dem Voodoo nicht klappen, die Götter sind anspruchsvoll. Wir müssen uns also doch auf die Fußballgötter auf dem Platz verlassen.
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Freitag, 18. Juni 2010

ADAC statt FIFA

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Wenn Alberto Undiano Mallenco sich für einen gelben Engel hält, soll er doch beim ADAC arbeiten.
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Donnerstag, 17. Juni 2010

BP ist ein Drama

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Aber die Komödie gehört zum Drama nunmal dazu: enjoy.
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Mittwoch, 16. Juni 2010

Das Fähnchen im Wind

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2006 war die "Fan-Ausrüstung-und-WM-Accessoires-Industrie" ja noch nicht optimal vorbereitet darauf, wie Deutschland feiern und Farbe bekennen werden würde. Es hat damals viele überrascht. Wer hätte gedacht, dass sich die Freude daran bei den Deutschen bei dieser WM fortsetzt? Na, auf jeden Fall die "Fan-Ausrüstung-und-WM-Accessoires-Industrie". Denn dieses Mal sehen die Fans aus wie üblicherweise nur die holländischen Fans aussehen, wie Deppen und doch irgendwie liebenswert. Man sieht Männer (!) mit Haarreifen (!) auf denen zwei schwarz-rot-goldene Klatschhände wanken. Man sieht nicht nur Fähnchen am Auto, sondern "Außenspiegelsocken" in den Nationalfarben. Dieses Mal gibt es so ziemlich alles und dieses Mal stößt sich kaum jemand daran, dass die Deutschen Flagge zeigen.
Es wird höchstens darüber gespottet, wie man in untenstehender schönen Rundmail nachlesen kann (für alle, die sie noch nicht bekommen haben...).
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INFORMATIONSAUSGABE - STRASSENVERKEHRSAMT - JUNI 2010

In Deutschland hat sich die Qualität der Pkw- und Lkw-Fahrer deutlich verschlechtert. Aus diesem Grund hat das Straßenverkehrsamt ein neues System eingeführt um die schlechten Fahrer zu identifizieren.

Mit sofortiger Wirkung werden allen Fahrern, die sich im Straßenverkehr schlecht benehmen -unter anderem durch plötzliches Anhalten, zu dichtem Auffahren, Überholen an gefährlichen Stellen, Abbiegen ohne zu blinken, Drehen auf Hauptstraßen und rechts überholen- Fahnen ausgehändigt. Sie sind rot, mit einem schwarzen Streifen oben und einem gelben Streifen unten. Dadurch sind sie für andere Verkehrsteilnehmer als unfähige Autofahrer zu identifizieren.


Diese Fahnen werden an der Autotür befestigt und müssen für alle anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar sein.


Die Fahrer, die eine besonders schwache Leistung gezeigt haben, müssen je eine Fahne auf beiden Seiten ihres Autos befestigen, um auf ihre fehlende Fahrkunst und ihren Mangel an Intelligenz aufmerksam zu machen.


Bitte an andere Verkehrsteilnehmer weiterleiten, so dass alle die Bedeutung dieser Fahnen verstehen.


Mit freundlichem Gruß


Dienstag, 15. Juni 2010

wo ist meine Gage?

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Huch, ich bin unverhofft Haarmodel geworden.
Mein Schopf, R.'s Foto und keine Ahnung, was Magic Hair Comb Styling sein soll, aber das wird ja hier erklärt.
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Mittwoch, 2. Juni 2010

BVB oder USIB

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Nach USFO (Unser Star für Oslo) und dem erfolgreichen Ergebnis das im Lenaismus endete, könnte in Deutschland eine neue Castingshow auf den Plan gerufen werden: USIB (Unser Star in Bellevue).
Ob auch bei diesem Rennen um den ersten Platz Erfolgsgarant Stefan Raab als Mentor fungieren wird, ist fraglich. Allerdings wurde er selbst bereits als „Boss fürs Schloss“ vorgeschlagen, und zwar vom BVB. Nein, nicht von Dortmund, sondern von den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen. Dass dieser Vorschlag Anklang findet, ist jedoch noch fraglicher.
So wie die Lage im Moment ausschaut, wird wohl eher eine Frau ins Märchenschloss Bellevue einziehen. Nicht Schneewitchen mit den Sieben Zwergen, sondern Ursula mit ihren sieben Bälgern. Oder vielmehr Dorn“Röschen“. Dass das Ganze im Uschismus endet, ist nicht fraglich, sondern ziemlich unwahrscheinlich.
Aber Hauptsache das Amt des Arbeitsministers geht dann nicht an einen kürzlich frei gewordenen Ministerpräsidenten.

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Samstag, 29. Mai 2010

"Zwei Nasen mangeln super" oder "Die hohe Kunst des Plakateklebens"

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Breaking News!
Zwei Mitglieder der Band The Bosshoss haben keine Nase.

Wie jetzt bekannt wurde lag ihnen deshalb besonders die Vertonung der Lieder "You'll never walk alone" und "It's not unusual" am Herzen.
Einige Textpassagen wurden allerdings geändert.

It's not unsusual
It happens every day
no matter what you say

you find it happens all the time
Why can't this crazy nose be mine?

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Dienstag, 25. Mai 2010

Spektakulärtius

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Ich kann diesen denkwürdigen Tag natürlich nicht ohne einen Eintrag verstreichen lassen.
Herrlich, was manche Nachricht an Nachrichten nach sich zieht, nämlich im Mail-Postfach. Die Freude über die heutige Tagesmeldung wurde erhöht durch die Freude über die Mails die nach und nach aufploppten, mit Betreffzeilen ebenfalls voller Freude wie "Schon gehört??" oder "Hoch die Tassen!" oder schlicht "Juhu".
Koch tritt zurück und jeder fragt sich, ob da wirklich nur sein Lebensplan dahintersteckt, oder doch ein tieferer Grund, ob vielleicht irgendwo ein Skandal lauert.

Da das hier mein Blog ist und ich darin meinen Senf abgeben darf: Ich persönlich glaube, er macht sich frei für das Kanzleramt. Er weiß mehr als alle anderen. Merkel wird demnächst gestürzt und Koch steht parat. Frei, bereit nachzurücken.
Oder aber, er hat sich einfach verspekuliert. Er hat auf das Kanzleramt spekuliert und - das wird einfach nix. Und wenn das höchste Amt in der Politik nicht erreichbar ist, da wird die Politik gleich viel uninteressanter. Als Machtmensch muss man sich da ein Terrain suchen, wo nach oben noch mehr offen ist. So meine Spekulation.

Eigentlich aber habe ich keine Ahnung.
Eigentlich suche ich hier nur nach einer Überleitung.
Eigentlich will ich Euch nämlich auf das neue Antipreneur-Produkt aufmerksam machen:
Statt frische Lebkuchen schon im August, nun Verspekulatius bereits im Mai!
In schlechten Zeiten muss das Weihnachtsgeschäft eben ausgedehnt werden.
Und ein bisschen wie Weihnachten war das heute ja auch schon...
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Mittwoch, 12. Mai 2010

turbulent

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Letzte Woche bin ich von Florenz nach Frankfurt geflogen. Glücklicherweise schon letzte Woche, denn ob es diese Woche geklappt hätte, wer weiß, da lag ja schon wieder was in der Luft, also Asche.
Aber auch unser Flug war keinesfalls unkompliziert. Er sollte planmäßig um 18 Uhr starten, wurde schon zwei Stunden vorher für 19 uhr angesagt, verschob sich dann auf 20:20 Uhr und tatsächlich abgehoben sind wir um 21 Uhr. Grund für die Verzögerung war ein Orkantief, das zur Sperrung einer Landebahn in Frankfurt führte, so dass der Pendelflugverkehr zwischen Frankfurt und Florenz sich verzerrte, sowie starker Regenfall vor Ort in Florenz.
Wenn man dann so am Gate sitzt und sich das ansieht und anhört, trägt das nicht unbedingt dazu bei, dass man entspannt den Flieger besteigt, später. Zwar kann man froh sein, dass man unter den Umständen nicht in die Luft geht, und nimmt das Warten in Kauf. Dennoch, lustig ist es nicht. Naja, für einige schon...

Als wir dann nämlich endlich flogen, war der Flug erwartungsgemäß nicht ganz turbulenzfrei.
Während sich meine rechte Hand verkrampft um die Sitzlehne schloss und sich meine linke Hand in die Hand meiner glücklicherweise ganz gelassenen Freundin B. krallte, als der Flieger gerade mal wieder absackte, war hinter mir ein erfreutes, kindliches Quieken zu hören. Ein Quieken das bei jeder Turbulenz erschallte und mich seltsamerweise ein wenig beruhigte, weil es mir ein kleines Lachen entlockte.

Kind müsste man sein. Vielleicht auch nur naiv. Sorglos, nur den reinen Effekt und nicht den Hintergrund begreifend, spaßfixiert, ohne Ernst.
Diese unverschämte Spaßfixiertheit ist das Ehrlichste an Kindern. Für Eltern vielleicht manchmal das Härteste, wenn sie mit dem Ernst allein gelassen sind, während das Kind bespaßt werden will. Aber eben auch das Ehrlichste, was den Ernst des Lebens dann wohl wiederum erträglich macht.

Dazu fallen mir zwei nette Anekdötchen ein, die sich kürzlich im Bekanntenkreis zugetragen haben:

Im ersten Fall wird die gesamte Familie am Morgen des Geburtstages des fünfjährigen Sohnes um 6:30 Uhr (!) durch dessen Rufen geweckt: "Hopp hopp hopp - wo sind die Geschenke?".

Im zweiten Fall wird der Vater, der seiner zweieinhalbjährigen Tochter ein Gute-Nacht-Lied vorsingt, nach wenigen Zeilen mit den Worten "Reicht. Raus." aus dem Zimmer komplementiert.

Beides kann man sich nur als Kind erlauben und gesteht man auch nur Kindern zu.
Denn das Ganze ist ja völlig ironiefrei. Das ist nicht witzig gemeint. Und obwohl sie gar nicht witzig sein wollen, genießen Kinder diese Narrenfreiheit. Ja, Kind müßte man sein...
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Reicht. Raus.
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Montag, 10. Mai 2010

bye jogging, walk away

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Ich war heute walken. Ja, walken. Wer mich kennt oder schon länger dieses Blog liest, weiß, was das für mich bedeutet.
Aber wenn man nun mal Arthrose in Knie und Wirbelsäule hat und deshalb das Joggen aufgeben mußte und schließlich (da man keinen Sport gefunden hat, der einen genauso glücklich macht wie das Joggen und das Sporteln nahezu gänzlich eingestellt hat) alle möglichen anderen Zipperlein entwickelt, die man nie hatte, als man noch regelmäßig joggen war - tja, da gilt es dann, sich zu ergeben.

Also rein in die noch ziemlich neuwertigen Laufschuhe, die man sich damals just vor der Knie-OP zugelegt hat und die seitdem warten. Und nicht nur rein mit den Füßen, sondern auch rein mit dem Sender. In meinen Schuhen ist nämlich ein Plätzchen für einen Sender vorgesehen und der kommuniziert mit meinem iPod, zählt meine Schritte und verbrannte Kalorien. Das Ding kann natürlich noch ne Menge mehr, etwa mir während des Trainings ein Audio-Feedback geben, sich meine "Power-Songs" merken sowie die Trainingsdaten an nikeplus.com senden, damit man sie dort auswerten und mit den Daten anderer vergleichen kann.

Letzteres mache ich natürlich auf gar keinen Fall, denn ich bin ja jetzt Walker. Als Walker seine Trainingsdaten an nikeplus zu senden und sich mit Läufern zu vergleichen, ist so, als ob man als Mofa-Fahrer einen Motorradfahrer auf einer BMW F 800 GS grüßt.
Und mit den Power-Songs muss ich mich noch auseinandersetzen...

Jedenfalls hat mir dieses Gadget, das ich meinem Liebsten zu verdanken habe, heute den Weg erleichtert. Und zwar nicht den zurückgelegten Weg, sondern den Weg zum Walking.
Gebe allerdings zu, dass es mich hingerissen hat und ich die Hälfte der 7.571 gemachten Schritte doch gejoggt bin. Habe übrigens 324 Kalorien verbraucht. Aber egal, wir sind hier ja nicht bei nikeplus.
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Dienstag, 27. April 2010

obertrieben

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Die Knigge-Gesellschaft hat sich eines Problems angenommen, dass auch schon in Pulp Fiction thematisiert wurde. Man erinnere sich an diese kleine Szene.

Es geht darum, dass es keine weibliche Entsprechung für den Ruf nach dem Ober gibt, jedenfalls keine, die unter feministisch-sprachkritischen Aspekten political correct wäre. Daher sucht die Knigge-Gesellschaft nun nach einem solchen Begriff und bittet dabei um Mithilfe.

"Oberin" zählt nicht, da man sonst unter Umständen eine Äbtissin am Tisch begrüßen darf. Die meisten Kellnerinnen haben schon eine Abneigung gegen ein einfaches "Entschuldigung" oder "Hallo", dürften sich allerdings noch mehr über die bisher eingereichten Ausdrücke echauffieren, z.B. über "Saftmaus" oder "Fanta-Barbie".

Aber warum aufregen? Kein gefundener Kunstbegriff wird sich durchsetzen und was ist so schlimm, wenn die "Bedienung" gerufen wird? Es ruft doch auch nicht wirklich noch jemand "Herr Ober", oder? Im Grunde ist das mit Pulp Fiction bereits erwähnte "garcon" auch nicht besser, wenn man bedenkt, dass man damit durchaus mal einen Mann mittleren oder höheren Alters ruft.

Meistens klappt es doch ganz gut mit Blickkontakt, dem Heben der Hand und einem Lächeln.

Wenn Ihr trotzdem meint, Ihr habt für dieses selbstgemachte Problem eine Lösung:
Vorschläge können unter frollein@knigge-akademie.de eingereicht werden.
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Freitag, 23. April 2010

am Arsch

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Heute war in meinem Tagesabreiß-Kalender Allgemeinwissen, die lustige Frage "Woher kommt der Begriff 'Arschkarte'?"
Als noch viel lustigere Antworten waren zur Auswahl gegeben:
- aus der Medizin
- aus der Bibel
- aus dem Sport

Wenn man jetzt nicht weiß, dass der Begriff aus dem Bereich Sport stammt, wird man wohl dennoch kaum eine der anderen Antworten in Betracht ziehen. Wie soll man sich das vorstellen?
Die Arschkarte als anatomischer Aufbauplan des Hinterteils? Oder steht im Alten Testament etwas geschrieben "Und Noah sprach: 'Komm auf meine Arche, sonst hast Du die Ar(s)chkarte gezogen?'"

Dass der Begriff aus dem Bereich Sport kommt ist also klar. Woher genau, sei der Vollständigkeit halber auch erläutert.

Als in den 60er Jahren Fußballspiele im Fernsehen übertragen wurden, konnte man aufgrund der Schwarz-Weiß-Fernsehtechnik nicht erkennen, ob einem Spieler die gelbe oder die rote Karte gezeigt wurde. Also einigte man sich darauf, dass die gelbe Karte aus der Brusttasche und die rote aus der Gesäßtasche des Schiedsrichters gezogen wurde, so dass er also gelegentlich die Arschkarte zeigte.
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Mittwoch, 14. April 2010

Lesestoff

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Im Laufe meines Lebens habe ich mich daran gewöhnt, dass es Männer gibt, die einem nicht in die Augen sehen, sondern ihre Rede an den Bereich etwa 30cm darunter richten. Das prallt schon lange an mir ab. Ich habe sogar ein bisschen Spaß daran, ein T-Shirt mit dem typografisch komplizierten Schriftzug "What are you looking at?" zu tragen. Das ist ein bisschen gemein, weil der Schriftzug zum Hinstarren motiviert, bis man es geschafft hat, ihn zu entziffern. So starren einem durchaus auch mal Frauen auf die Brüste. Putzig ertappt, wenn die Semantik oben angekommen ist, reagieren aber immer nur die Männer.
Ich habe das T-Shirt nicht deswegen gekauft, es gefiel mir einfach grafisch. Um ehrlich zu sein, habe ich den Text erst nach dem Kauf so richtig wahrgenommen. Zumindest den KonText, also den Zusammenhang mit dem Untergrund, auf dem der Text prangen wird.

So eine Unachtsamkeit hätte auch nach hinten los gehen können. Am End hätte sowas drauf gestanden wie "Die sind echt", "Seht Euch die mal an" oder auch einfach sowas Blödes wie "Kleine Zicke", dann hätte ich das T-Shirt gleich in die Tonne kloppen können. Ist aber ja soweit nochmal ganz gut gegangen.
Schade, dass ich das T-Shirt nicht schon hatte, als ich einst in folgende Situation geriet. Als nämlich bei einem geschäftlichen Beisammensein ein Abteilungsleiter mit einer Kollegin auf mich zutrat, um sie mir vorzustellen, und - mir auf die Brüste schauend - fragte: "Sie beide kennen sich noch nicht?"
Und da soll man ernst bleiben! Fast hätte ich gesagt "Doch, die kennen sich von Geburt an."
Aber natürlich habe ich das nicht gesagt, habe auch kein Schriftzug-Shirt getragen, sondern nett gelächelt und versucht, dem Mann tief in die Augen zu sehen. War ein einseitiges Unterfangen.

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Donnerstag, 1. April 2010

Mittwoch, 31. März 2010

Penjelly: "Ich war das erste Mal in London und es war toll."

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Frankfurt hat mich wieder. Und obwohl ich Lokalpatriot bin, hat London im Sturm mein Herz erobert und ein Stück davon da behalten. Muss ich wohl bald mal wieder hin und es besuchen.
Hab dort auch sonst noch viel zu sehen und zu machen. Eine ganz Woche war eine gute Weile - kann man aber jederzeit wiederholen. Soviel Geschichte und Tradition und Zeitgeist und und und- herrlich!

Was ich besser erwartet hätte: Das Wetter. Man sagte mir, in London sei es nicht so schlimm verregnet wie im Rest von England. Mag sein, aber mir hat's gereicht. Denn selbst wenn es nicht regnet, ist es immer klamm. Für die Frisur eine Katastrophe! Mein Pony kringelt sich dann immer so scheußlich. War aber kalt genug, um Mütze zu tragen, also egal. Die Engländer selbst trugen allerdings bereits bauchfrei und Flip-Flops. Und ich kam mir verweichlicht vor.

Was ich schlechter (und teurer) erwartet hätte: Das Essen. Wir haben immer gut gegessen, wenn auch nicht englisch, sondern indisch, persisch, italienisch oder viatnamesisch, und es war immer erschwinglich und sehr lecker. Ich kann Londonreisenden hier nur Queensway ans Herz legen.

Was andere erwartet haben: Dass ich mehr shoppe. Aber es gibt ja inzwischen sowieso überall die gleichen Läden mit dem gleichen Angebot und das ist zur Zeit sehr schlecht. Dieser abgehalfterte "Sarah Kay war eine Schlampe*"-Look gepaart mit dem Schlimmsten der 80er läßt nicht meine Kreditkarte glühen.

Bester Kauf: 2 CDs. Das aktuelle, entzückende Album von Madness (für schlappe 5 Pfund), das gute Laune macht. Und das ebenfalls sehr ansprechende Album des Bombay Bicycle Clubs mit dem schönen Ohrwurm "Always like this".

Enjoy.


*Schlampe im Sinne des jugendsprachlich positiv besetzten bitch.
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Sonntag, 21. März 2010

Freitag, 19. März 2010

Pa(ste)tenschaft

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Gerade im Archiv gefunden, wollte ich Euch nicht vorenthalten. Ein kleiner Schnappschuss aus dem Botanischen Garten in Berlin:

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Dienstag, 16. März 2010

Welthits auf der Panflöte und in Englisch

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Kürzlich studierte ich beim Warten auf die U-Bahn in der U-Bahn-Station wieder mal die Plakatwände. Dabei stach mir Folgendes ins Auge:
Daniela de Santos - Welthits auf der Kristall-Panflöte. Ein 2-stündiges Konzertprogramm.
Respekt. Ehrlich. Nicht dass ich mir sowas anhören würde, aber: Respekt. Zwei Stunden! Diese Vorstellung fand ich so imposant, dass ich die 2 Minuten bis zum Eintreffen der U-Bahn das Blasen einer Panflöte angetäuscht habe und sich erwartungsgemäß innerhalb dieser Zeit schon die ersten Krampferscheinungen im Oberkiefer bemerkbar machten. Zwei Stunden panflöten - das ist bemerkenswert.
Kaum zuhause habe ich die Dame im Internet recherchiert und dieses Bild von Ihr und einem Herren gefunden, der offenbar auch ein paar Probleme mit seinem Kiefer hat, seiner Aussprache nach zu urteilen. Vielleicht gab er kurz vor seiner nun weit bekannten Rede in Englisch (?) auch ein zweistündiges Konzertprogramm mit der Panflöte, das könnte einiges erklären.

Freitag, 5. März 2010

Strumpfhalter gesucht

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Neulich betrat ich das Sanitätshaus Raab (ja, ich gehe bereits in Sanitätshäuser) und wurde von drei netten älteren Damen freundlich begrüßt, die hinter der Ladentheke standen und schnatterten, da sie gerade offensichtlich nicht allzu beschäftigt waren. Was sie für mich tun könnten flöteten sie.
"Ich hätte gerne Kniegelenkwärmer, die nicht rutschen." Die drei Damen lachten auf, als hätte ich einen Witz machen wollen, so dass ich irritiert mitlachte und meinte, ich würde das ganz ernst meinen. Daraufhin zeigte man mir den Bestand, ich wählte die aus, die mir am ehesten nicht zu rutschen schienen, zahlte viel Geld dafür und stellte schon am ersten Tragetag fest, dass die Dinger wieder zu Stulpen wurden.

Kniegelenkwärmer lindern Kniearthrose bei Kälte glücklicherweise ganz ordentlich und da der Winter sich ja immer noch nicht geschlagen gibt, werde ich weiterhin dieses leichte Angorakratzen in der Kniekehle spüren. Nur:
Eigentlich hatte ich gehofft, ich würde welche finden, die so ein Anti-Rutsch-Gummi an der Innenseite haben wie halterlose Strümpfe. Aber Fehlanzeige. Wäre eine tolle Innovation für den Sanitätsbedarfmarkt. Möglich wären auch Kniegelenkwärmer-Strapse. Bloß bitte nicht alles weiterhin in seniorenbeige. Auch in der Farbwahl ist auf dem Sanitätsbedarfmarkt noch enorm Potential. Man muss ja auch mal bedenken, dass die nun alternden Generationen weniger dezent sind und mit ihrer Tendenz gemeinsam altern. Da muss man das Angebot nach der Nachfrage richten. Vielleicht besuche ich mal eine Sanitätsbedarfsmesse und verbreite dieses Anliegen. Dann gibt es bald grüne Gelenkwärmer, pinkfarbene Prothesen und knackige Kompressionsstrümpfe mit wahlweise Ringeln, Karos oder Punkten.
Ihr werdet mir später mal noch alle dankbar sein.
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Donnerstag, 4. März 2010

pfundig

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Hab ich aus aktuellem Anlass heute von einem mitfühlenden Blogleser geschickt bekommen:
http://www.suessesundsaures.net/cartoons/barth

Schöne neue Maßeinheiten. Noch besser aber gefällt mir, dass
just bevor ich einen Kurzurlaub in London zu verbringen gedenke, das Pfund in den Keller sackt. Da bin ich gerade mal ganz egoistisch, denn so kostet dort ein ganz normales Gericht in einer unspektakulären Gaststätte statt umgerechnet 25 Euro nur noch 17 Euro. Was für ein Schnapp.

Es.



Mittwoch, 3. März 2010

noch mehr...

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... Dinge, die mir nicht gefallen:

- wie Jay-Z und Alicia Keys am Ende ihres Videos zu "Empire State of Mind" rumposen (obwohl ich gestehen muss, dass ich das Lied selbst ganz apart finde, liegt wahrscheinlich an der Affinität zur Stadt)

- dass Kesha, generelles Bitch-Image hin oder her, sich nahezu behindert anhören muss in ihrem Sprechgesang bei "Tik Tok", weil sie betrunken (=cool) wirken will, diese Eintagsfliege

- dass sich Lieder die man nicht leiden kann, wie etwa ich Aura Diones einfältiges "I will love you monday", sich besonders als Ohrwurm, vielmehr Ohrschlagbohrer ins Hirn drängen

- dass viel zu viele Leute Mario Barth, der gerade einen 2.Teil von "Deutsch - Frau" (wie innovativ) auf den Markt geworfen hat, gut finden, obwohl er immer noch und immer wieder nur Klischees ausschlachtet und wahrlich die Bild-Zeitung unter den Comedians ist (aber es lesen ja nun mal auch viele Leute die Bildzeitung).

Jedoch nun, da endlich der Frühling kommt, ficht mich das immer weniger an.
(Positiver Schlusssatz speziell für Saschomat)
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Mittwoch, 24. Februar 2010

Das hier geht (mich nichts) an

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Liedern, die den Ausdruck "Das hier geht an" o.ä. enthalten, ist die Selbstüberschätzung quasi schon immanent. Irgendwie peinlich, der lasche Versuch eine vermeintlich große Botschaft zu übermitteln. Da hilft nur abschalten.
Beispiele sind "Das hier geht..."
- an alle Krieger des Lichts (Silbermond)
- raus an alle Spinner (Revolverheld)

Und spätestens an dieser Stelle wird klar, dass ich, während ich krank zu Hause bin, einfach wieder zu häufig zu schlechtes Radio höre...
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Dienstag, 23. Februar 2010

one republic - one archetype

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Ich bin so gelangweilt von diesem pathetischen, hymnischen "laßt uns alle aufstehen und inbrünstig mitsingen", ewiggleichen Songmuster von One Republic, dass ich mir wünschte, der Name ihres prominenten Fans Til Schweiger wäre allmählich mal Programm.
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Freitag, 19. Februar 2010

Pen und Pod

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Vor ein paar Tagen hatte ich die dritte Vollnarkose innerhalb von 5 Monaten. Man wird trotzdem nicht süchtig danach. Soll ja tatsächlich Leute geben, die drauf stehen. Ich kann jedoch diesem Kontrollverlust, dem man im wahrsten Sinne des Wortes ohnmächtig gegenüber ist, einfach nichts abgewinnen. Der Anästhesist kann noch so nett sein (und das war er), es ist einfach nicht schön, wenn er einem sukzessive was in die Venen fließen läßt und dazu immer wieder sagt "Tief einatmen, sie schlafen jetzt ein". Ich fühl mich jedes Mal, als würde er sagen "Atmen sie noch ein letztes Mal, dann ist es vorbei". Klingt mehr nach Euthanasie denn Anästhesie.
Jedenfalls sollte es das dann auch erst mal gewesen sein und es besteht die Hoffnung, dass aus "Penjelly plaudert" doch kein Seniorenblog wird, in dem es nur um Kniearthrose und Gelenkwärmer, Rückenschmerzen und Rotlichtlampen, Wärmflaschen und Voltaren geht.
Oder auch mal um Schmauchspuren (Miss Marple war ja auch ne Omi).
Die Schraube, die bei mir locker war, wurde jedenfalls entfernt. Meinem Fuß scheint das bisher zu gefallen, allerdings kam er noch nicht richtig zu Wort, da er noch in einem schicken Post-OP-Schuh steckt, einer kleidsamen Sandale, die an Ritter Sport erinnert, ohne dabei sportlich zu sein.

Da Musik die beste Heilung ist, hab ich mir nach dem Operationsmarathon nun einen gegönnt.
Er ist orange und ich liebe es, ihn zu schütteln und mich überraschen zu lassen. Ich habe nur große Angst, ihn zu verlieren, da er so wahnsinnig klein und zierlich ist. Er fasziniert mich. Ich nenne ihn Podjelly.
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Montag, 15. Februar 2010

Baby Boom

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Wenn die Kleinen groß werden, das verfolgt man schon mit Interesse. Deshalb heute ein paar Neuigkeiten zu"meinem Baby". Jaja, zugegeben, von mir stammt nur die Eizelle; Schwanger gegangen, ausgetragen und geboren haben es andere, nämlich das Antipreneur-Team.

Jedenfalls geht der Milchmädchenrechner nach seinem großen Erfolg - siehe etwa hier und hier und hier und hier und hier - nun in die zweite Auflage. Er hat eine neue Taste (die einem ein X für ein U vormacht) und einen neuen Weg vor sich. Und er wird international, der kleine Milkmaidcalculator. Sogar unsere Schweizer (Ex-)Freunde haben ihn entdeckt, siehe hier.

Wer hätte damit gerechnet.
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Montag, 8. Februar 2010

Ein riesiger Fön mit Pool

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Morgen soll es ja schon wieder schneien. Vielleicht auch erst übermorgen. Sicher aber ist, dass der Schnee sich noch nicht geschlagen gibt. Kein k.o., der steht noch mal auf, der kommt noch mal. Die Sonne dagegen schwächelt, kann sich nicht durchsetzen. Wo ist dieKraft, die sie im Death Valley gezeigt hat? Ich erinnere mich gern an das Gefühl, mich in einem riesigen Fön zu bewegen, nur in Begleitung des Liebsten, eines Belgiers, eines Argentiniers, eines Kanadiers, eines netten Verrückten und eines Skorpions.Nein, keine Sorge, einen Hitzewahn habe ich lange nicht mehr, denn kaum zurück aus dem Death Valley begannen hierzulande ja die neulich erwähnten hundert kalten Tage.
Tatsächlich ist mir rückblickend die Erinnerung an das Tal des Todes die klarste und liebste des Urlaubs. Was einfach daran liegt, dass es so ziemlich die einzige Zeit während unseres Aufenthaltes war, in der wir weitestgehend auf uns gestellt waren. Keine Führung durch Schilder oder Ranger oder Reiseführer, kein sicheres Terrain, kaum Stützpunkte. Viele, viele Meilen war da nichts. Nichts ausser Hitze, Weite, Gestrüpp und der Abwesenheit von Asphalt. Es war sozusagen ein bisschen abenteuerlich. Die Tatsache, dass es deshalb das einprägsamste Erlebnis war, zeigt wonach man sich wohl eigentlich sehnt. Nach etwas Unabhängigkeit - nach all den Wegen von denen man nicht abweichen darf und all den vorgegebenen Vistapoints und scenic views.
Allerdings auch nur so lange, wie man allein klar kommt... Was im Death Valley schon mal ganz schnell vorbei sein kann.
R. und ich waren von Big Pine aufgebrochen und schon ein Stück die 168 gefahren, auf der es schon sehr einsam und heiß zuging, als uns ein Radfahrer entgegen kam. Ich konnte es nicht glauben - bei dieser Hitze in dieser menschenleeren Gegend mit dem Rad zu fahren! Und noch dazu ganz in Schwarz. Ich tippte mir mit dem Zeigefinger an die Stirn. Bis wir der Sache, bzw. der Person näher kamen und sie als Lance Armstrong identifizieren konnten, dem in einigem Abstand dann auch ein Trainingswagen folgte. Kein Witz. Allerdings hatten wir gerade beide die Kamera nicht zur Hand und haben davon abgesehen zu wenden und ihn zu verfolgen.

Lance war die letzte Person, die wir für die nächsten 1,5 Stunden zu Gesicht bekamen. Wir fuhren ins Death Valley und fuhren und fuhren und dann, als bald das Schild "Pavement ends" kam, da holperten wir und holperten und holperten. Als ich mich erleichtern mußte, hielten wir an und als ich neben der Straße hockte, tauchte hinter der nächsten Kuppe ein Auto auf. Natürlich.

Aber man kann weit sehen im Death Valley und deshalb dauert es auch noch eine Weile bis das Auto bei uns war. Darin saßen ein Belgier, ein Argentinier und ein Kanadier und sie fragten uns nach dem Weg. Wir wunderten uns zunächst ein bisschen, dass man sich so schnell verfahren kann, wenn man noch gar nicht tief drin ist im Valley. Bis wir gemeinsam die spärlichen Karten, die es von der Gegend gibt, studierten und feststellten, dass es tatsächlich nicht so einfach ist, sich selbst zu orten. Es gab Pfade, die auf der Karte nicht zu finden waren und auf der Karte gab es Wege, die man nicht fand. Oder so ähnlich.

Die Verzweiflung der drei Jungs rührte daher, dass sie aufgrund der Waschbrettstraße bereits einen Platten gehabt hatten und nach dem Reifenwechsel in der sengenden Hitze aus Unsicherheit wieder umgekehrt waren. Es galt abzuwägen, ob es nun riskanter war, weiter zu fahren oder den bereits bewältigten Weg wieder zurück zu fahren. Wir beschlossen, dass wir gemeinsam, uns gegenseitig ein Gefühl von Sicherheit spendend, weiterfahren würden. Wir wollten ja unbedingt durchs Valley. Also holperten wir jetzt im Konvoy und schlängerten uns um Schlaglöcher und durch Sandsenken. Wir tranken viel und wir mussten oft anhalten (wegen mir).

Hinter uns und vor uns lag eine lange gewundene Schnur Straße, die man nicht so nennen konnte. Im Death Valley begegnet man manchmal tagelang niemandem, heißt es. Wir aber begegneten schon bald einem weiteren Menschen. Ein Pick-Up kam uns entgegen, aus dessen Fenster sich ein Mann lehnte und rief "Ahh, other Earthlings!" Er selbst war seit Stunden gefahren, ohne jemandem zu begegnen und auf unsere Frage, ob es weit sei bis zu unserem Ziel und ob die Straße noch mal eine Straße würde, antwortete er, dass es nicht mehr weit sei, nur noch 16 Meilen und dass das Ganze auf einer "Straße" ja wohl kein Spaß wär. Dann lachte er laut und fuhr weiter.

Wir auch. So lange, dass ich mich frage, ob er nicht 60 Meilen statt 16 Meilen gesagt hat. (Ich bin mir bis heute nicht sicher.) Wir brauchten noch fast drei Stunden bis zum Ziel. Drei Stunden ohne Asphalt, in der ständigen Erwartung, dass einem gleich die Reifen um die Ohren fliegen. Mit feinem Staub überall auf dem Gepäck. Mit durchgeschüttelten Gliedern und einer seltsamen Apathie. Mit einem Blick auf den Wasservorrat und der Frage wie lange er wohl reichen würde, wenn...
Trotzdem war es herrlich. Ohne das schützende Autodach über dem Kopf hielt man es draußen, bei den Pinkelpausen, nicht lange aus, weil einem das Hirn weggebruzzelt wurde. Aber die wundervolle heiße, trockene Luft wärmt mich noch in der Erinnerung.

Ihren ganzen Reiz enthüllte sie als wir am Abend in Stovepipe Wells ankamen, einer kleinen Wegstation im Valley und dort tatsächlich ein kalter Pool auf uns wartete - mitten in der Wüste. Absurd natürlich. Unbeschreiblich aber das Gefühl, nach diesem Tag, dieser Fahrt, diesem Staub und dieser Hitze ins Nass zu springen.
Vom Pool zur Baracke, unserem Schlafplatz, liefen wir in Badelatschen und der Gedanke an kleine fiese Tiere im Sand trippelte mir durch den Kopf und kaum dass ich ihn dachte, wurde er von einem Skorpion gefolgt, der gerade Kurs auf unsere Tür hielt. Wir schlugen sie ihm vor dem Stachel zu. Sie war glücklicherweise extra dicht, so das nirgends etwas durchfleuchen konnte. Im Bad überprüfte ich dennoch die Falten in den Handtüchern auf Bewohner und schlief dann auch etwas unruhig. Was allerdings hauptsächlich an der Hitze und dem Lärm der Klimaanlage lag.

So, also bei mir hat's funktioniert. Mir ist jetzt warm. Von mir aus kann es schneien, ich hab meine Erinnerung. Für Euch hier noch ein paar Fotos.

Finde die Straße.













Drei-Nationalitäten-Auto
















Der schönste Pool der Welt.









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