Freitag, 26. November 2010

Es ist ein Dackel entsprungen

.
Zu Weihnachten ein Häufchen gefällig?
Dann legen Sie doch den lieben Kleinen einen Kackel-Dackel unter den Weihnachtsbaum.
Ob der auf Dauer spannender ist als ein Wackel-Dackel sei dahin gestellt, aber vielleicht wird so der nächsten Generation gleich als ganz selbst verständlich vermittelt, dass man Hundehäufchen aufsammeln muss. Und das sollte man doch unterstützen.

Bald haben wir alle unsere Ruh,
da nie mehr Hundepoo am Schuh.
.

Dienstag, 23. November 2010

Freitag, 19. November 2010

I just had to let it go

.
Kürzlich wurde zum 70. Geburtstag von John Lennon unter der Leitung von Yoko Ono ein Album mit „digital remastered“ Hits veröffentlicht.

Bei solchen remastered Dingen ist man ja immer erst mal skeptisch, hält es für Geldmacherei oder möchte gar nicht das altvertraute Knistern im Lied vermissen. Oder man hört gar keinen Unterschied und fragt sich, was da jetzt eigentlich auf nodeutsch geremastered wurde.

Aber, meine Fresse Güte, ich hab ganz ganz doll Gänsehaut bekommen, als ich „Watching the Wheels“ in der neuen Version gehört habe. Um einen eigentlich aus einer anderen Branche stammenden Titel zu verwenden: „Extrem laut und unglaublich nah“ ist die Stimme von John Lennon. Schön.

Hier könnt Ihr’s hören: Klicken und Augen zu.

.

Donnerstag, 18. November 2010

Google Potter im Bermuda-Kiez

.
Mit Harry Potter habe ich nichts am (Zauber)Hut. Aber ich meine, da gibt es so komische Türen, durch die man hindurch geht und in einer anderen Welt wieder raus kommt.
Ähnliches hat Google auch geschafft, mit Street View.
Wie tausend Andere wohl auch habe ich heute meinen Kiez im Netz betrachten wollen. Dieser scheint jedoch in einer Zauberwelt zu liegen, die nicht für jeden zugänglich ist. Der Bermuda-Kiez quasi.
Dafür kann man aus dem "Prüfling" (das ist eine Straße in Frankfurt Bornheim) direkt um die Ecke zum HR (das ist ein Sender, dessen Funkhaus in Frankfurt Dornbusch steht). Das ist mal ne Abkürzung. Street View machts möglich.

Mit Street View kann man auch durch Häuser gehen. So kommt man - Hokuspokus - vom Rötheneck direkt in die Eckenheimer Landstraße und findet die Deutsche Nationalbibliothek in der Eulengasse.














Möglicherweise ist das Ganze bloß Terrorabwehr. Denn so findet niemand was.

.




Mittwoch, 17. November 2010

I am Kloot sind gut

.
Neulich war ich auf einem Konzert der Band mit dem hübschen Namen I am Kloot. Wobei „hübsch“ vielleicht der falsche Ausdruck ist für das, was das aus dem Holländischen stammende Wort „kloot“ bedeutet.

I am Kloot haben viel live gespielt, bevor es erste Studioalben gab. Das hat man beim Konzert gemerkt. Dementsprechend beeindruckend, publikumsnah und locker war es. Das aktuelle Album der Band, Sky at night, ist für mich ein heißer Anwärter auf den Titel „Mein Album-Favorit 2010“.

Als Teaser würde ich nun gern hier auf einen ausgewählten Titel verweisen, allein: Die Entscheidung fällt schwer. Soll es die erste Single über nördliche Himmel sein, oder die zweite Auskopplung, ein knackiger, nicht mal 3 Minuten langer Beweis. Ich würde Euch gern das Lied, bei dem ich immer betrunken sein möchte, ans Herz legen, aber leider gibt es keine Quelle, die Lately gerecht wird.

Betrunken ist übrigens der Kopf der Band, Singer und Songwriter John Bramwell, des Öfteren. Offenbar rühren daher so poetische Liedzeilen wie die aus To the brink:
I raise a glass, a smile or two
This stuff strips the light from your bones”.

Hm, ich entscheide mich heute für Fingertips.
I guess that I've been singing all my life, well that's right, and that is fine.
.

Dienstag, 16. November 2010

Mittwoch, 10. November 2010

Heldenworte

.
Bin ich eigentlich die einzige, die „Wir sind Helden“ hauptsächlich aus dem Grund nicht so gerne hört, weil sich mir bei der Aussprache von Judith Holofernes die Fußzehennägel sonst wohin kringeln?

Die Helden sind „hia draoßen“ oder sind „ongaschiert“ oder „müssen nur wallen“.

Ja, man muss nur wollen oder sich engagieren, dann kann man auch richtig (aus)sprechen wie die meisten hier draußen.

Ich glaube, mir geht es hier wie den Engländern, die befremdet dem Englisch in Lenas „Satellite“ lauschten. Das Gute daran aber ist, dass die Lieder von „Wir sind Helden“ für mich so eine unerschöpfliche Quelle von Verhörern sind und für solche habe ich ja eine Schwäche.

.

Dienstag, 9. November 2010

vorbei

.
Kinners, die Zeit fliegt. Kürzlich habe ich meinen neuen Jahrestaschenkalender erhalten und wie jedes Jahr die Geburtstage vom alten Kalender übertragen sowie die Adressen aktualisiert. Es zieht ja alle Nas lang einer um, wegen Nestbau oder was auch immer. Dabei jedenfalls tätige ich jedes Mal unwillkürlich einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr. Während ich in dem Kalender blättere stoße ich auf Einträge von Kinobesuchen, Geburtstagsfeiern, Arztterminen und Urlauben. An den einen Film kann ich mich vielleicht nicht mehr erinnern, vermag aber nicht zu glauben, dass die Feier, auf der ich zuletzt X und Y gesehen habe, schon so lang her ist und erschrecke ein bisschen.

Ich hab nicht gezählt, aber sicher habe ich den/die ein oder andere(n) Freund/in im vergangenen Jahr höchstens zweimal allein und vielleicht drei Mal im Kreise anderer getroffen. Wir alle haben immer weniger Zeit und schaffen es immer weniger, unsere „Termine“ zu synchronisieren oder den weiten Weg zu jemandem auf uns zu nehmen. Manchmal wünschte ich, meine Freunde und ich würden in einem Dorf wohnen, wo man kurze Wege hat um sich klischeehaft mal schnell ein paar Eier fürs Frühstück zu leihen oder dann gleich zusammen zu frühstücken, um sich an manchen Abenden noch mal wenigstens kurz auf einen Absacker in der Kneipe zu treffen, sich beim Babysitten zu unterstützen, in denselben Sportverein zu gehen oder um auch einfach mal zusammen fernzusehen. Früher hätte ich diesen Wunsch nicht für möglich gehalten, weil ich aus einer Kleinstadt komme und über Kerbeborsche-Gemeinschaften und Dorfkneipen gegrinst habe und froh war, dass ich in Frankfurt zu Schule und zur Uni ging. All das habe ich aber eigentlich auch nie kennengelernt, eben weil ich in Frankfurt zur Schule ging und der Kleinstadtalltag eine Parallelwelt war, in der ich nicht verwurzelt war.
Nichtsdestotrotz hat man sich früher öfter gesehen, als alle noch nicht vollberufstätig oder Eltern waren und man die Muße und Tatkraft hatte, für einen kurzen Besuch auch mal weiter zu fahren.

Heute erfahre ich über Dritte, dass X schwanger ist oder Y heiratet und das kränkt mich. Heute treffe ich mich nach Monaten mit Leuten und verbringe den Abend mit einem Update über diese Monate und am Ende des Updates ist der Abend rum, ohne dass man wirklich viel voneinander hatte.

Es gehören natürlich immer zwei zur Kontaktpflege und mein sentimentales Geschreibsel hier ist ohnehin kein Vorwurf an irgendjemanden. Ich wünschte nur, es wäre anders. Frankfurt ist ein Dorf im Vergleich zu anderen Großstädten, aber eben doch kein Dorf. Und wenn ich in ein Dorf ziehen würde, könnte ich mir weder aussuchen, wer dort noch wohnt (und ehrlich gesagt sind die Berichte von Freunden, die tatsächlich aufm Dorf wohnen eher abschreckend), noch Freunde zwingen, auch dorthin zu ziehen.

Ich bin Realist genug, um die Utopie zu erkennen. Aber man darf ja noch träumen. Und da hätte ich auch schon den metaphorischen Vorsatz für neue Jahr: Ein Dorf bauen. Wenigstens im Kopf.

Kinners, wie die Zeit fliegt. Lange habe ich nix ins Blog geschrieben und jetzt gleich so was!

Gute Nacht.