Montag, 28. März 2011

Frühlingsfüße gefüllt in Hülle

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Das Wetter in der letzten Woche war herrlich, jeden tag Sonne. Nicht einen Tropfen Regen hab ich zu Gesicht bekommen. Ihr auch nicht? Ja, aber ich war in London und deshalb ist das bemerkenswert. Und obwohl Regen eigentlich irgendwie zu London dazu gehört, macht Sonnenschein natürlich auch diese Stadt attraktiver.

Weniger attraktiv und mir unverständlich ist, zu welchem Schuhwerk die aufkommenden Frühlingsgefühle die jungen Londonerinnen verleiten. Generell ist ja erstaunlich, dass Engländer/innen alle Klamotten von sich werfen, wenn die Sonne rauskommt. Es ist wie bei Vampiren - nur umgekehrt. Als könnten sie keine schützende Kleidung auf dem Körper ertragen, wenn ein Sonnenstrahl sie trifft.
Während unsereins noch in voller Funktionskleidung (winddichter Jacke, Neck Gaiter, Gore-Tex-Schuhe)* rumläuft, trifft man Londoner im T-Shirt und die Londonerinnen bauchfrei, kurzärmelig oder -röckig und häufig ohne Strümpfe in... ja, was eigentlich? Schläppchen?


Erst kam ich mir verweichlicht vor, aber als ich mehrfach in der U-Bahn neben Schleim hoch hustenden, röchelnden und schniefenden Teenies saß, machte ich mir eher Gedanken darüber, ob sich der Altersdurchschnitt der Londonerinnen bald gravierend heben wird.
Schläppchen jedenfalls allerorten und vor allem unabhängig von Gewicht und Volumen der Trägerinnen. Zumindest für Hallux Valgus Patientinnen dürfte der "Schuh" ein Traum sein, engt er doch nichts ein, läßt dem (Platt)Fuß jegliche Freiheit und hält durch die Abwesenheit eines Fußbettes von Fußmärschen ab, was dann auch nichts an Volumen und Gewicht der Trägerinnen ändern wird.
Ohne groß den Fokus darauf gelenkt zu haben, sprangen mir in Hülle und Fülle (na, mehr Fülle in kleiner Hülle) zig Exemplare ins Auge, bzw. in die Linse. Zu sehen im folgenden kleinen Mosaik. Und nein: Ich bin kein Fußfeti... (Wort kann ich hier nicht ausschreiben, sonst hagelt es wieder unanständige Werbekommentare.)

Zeigt her Eure Füße, zeigt her Eure Schuh....
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*in künstlerischer Freiheit natürlich übertrieben

Donnerstag, 17. März 2011

Worte finden, irgendwie

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Sooo, bevor ich einen ganze Monat ohne Posts voll mache, melde ich mich doch mal wieder zu Wort.
Es ist genug passiert in letzter Zeit, wozu man etwas schreiben könnte. Es fehlen einem jedoch glatt die Worte im Angesicht der Ereignisse.
Gut, andere finden immer Worte, seien es auch ganz andere als noch vor Monaten. Frei nach dem Motto "Was interessiert mich mein Geschwätz, äh Gesetz von gestern". Lassen wir das.

Um Worte ging es bei mir in letzter Zeit auch, allerdings nicht im Bezug auf das Blog. Mein "Penjelly" floß anderweitig: Ich habe an einem Schreibwettbewerb des "Tagesspiegel" teilgenommen und eine wirklich kurze Kurzgeschichte geschrieben. (Ganz allein, ohne zu guttenbergen.)
Die Kurze hat es nun tatsächlich ins Halbfinale geschafft. Gewinnen kann man allerdings nur, wenn man die Geschichte auch vor Ort vorträgt. Vor Ort ist in diesem Fall Berlin, wo ich am Tag der Veranstaltung jedoch nicht sein kann. Sei's drum. Gewonnen hab ich irgendwie so schon und ob ich nun noch weiterkomme und am End ein Jahresabo eines Berliner Theaters gewinne - egal. Berliner Theater gibt es jeden Tag im Fernsehen.

Das Ganze hat aber Spaß gemacht und wird sicher wiederholt.
Jetzt gönne ich mir jedoch erstmal eine Auszeit, fahre in den Urlaub und durchforste London nach Hochzeitstrash. Es soll ja tatsächlich ein Gericht geben, das aus Fleisch und Gemüse die Gesichter von William und Kate nachbildet. Werde versuchen, ein Beweisfoto mitzubringen.

Bis bald, Eure Penjelly
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