Montag, 27. Juni 2011

Flashmob killed the Radio Ga Ga

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Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich sehr bedauere, dass es kein wirklich gutes, regionales Radio im Raum Frankfurt gibt (ja, es ist heute wieder mein Thema, das Radio und sein überwiegend schlechtes Musikprogramm.). Natürlich kann ich gutes Radio hören, solange mein Rechner läuft. Morgens im Bad ist das aber nun mal nicht der Fall.

Nun lief gestern in eben diesem Bad das Radio und es liefen die Hörer-Wunschhits. Einer schlimmer als der andere. Erst hab ich resigniert. Wenn die es nicht anders wollen und offenbar so zufrieden mit dem Müll sind, der im Radio läuft, dass sie ihn sich sogar wünschen, wenn sie mal die Gelegenheit für eigens zusammengestelltes gutes Musikprogramm hätten - nun, dann ist wohl Hopfen und (Sch)malz verloren.

Aber umgekehrt wird ein Schuh(bidu) draus. Wenn die Radio-Programmchefs sich auch nur im entferntesten daran orientieren, was sich die Leute so wünschen, dann wundert ja nix mehr. Wieso also den Deppen kampflos das Feld überlassen? Es ist wie beim Wählen gehen: Wer nicht wählt, darf sich hinterher nicht beschweren. Wenn nun andere Leute anrufen würden, als die ewig Gestrigen mit ihrem "ich wünsche mir für meine Frau 'Unter deiner Flagge' von Unheilig..." und "ich grüße die ganze 6a und alle die mich kennen mit Lady Gaga..." und ihrem "wünsche mir für alle die wie ich im Stau stehen von Bon Jovi 'We weren't born to follow'...", dann würden sich die Programmchefs, die selbst ja eh offenbar keine Ahnung von Musik haben, vielleicht mal umorientieren.
Möglicherweise läßt sich mit einem Flahmob im Radio was ändern. Wenn bei den Wunschhits nun ein Haufen Menschen anrufen würden, die sich einfach ein gutes Lied wünschen und damit den Programmchef grüßen... wer weiß?
Aber ich bin nicht bei Facebook und kann daher kaum so etwas anzetteln. Bleibt wohl doch nur der Internetradio-Empfänger fürs Bad.
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Dienstag, 21. Juni 2011

Sommeranfang

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Meine Solar-Queen winkt seit Tagen nicht mehr.
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Donnerstag, 16. Juni 2011

Brustvergrößerung

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Warum sich nicht mal die richtige Körbchengröße zurecht stricken, als gleich der Liebsten ne Brust-OP zu spendieren?

gesehen in Berlin, an der Oberbaumbrücke
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Dienstag, 7. Juni 2011

Mmm Bob*

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Ich rechne jeden Morgen mit dem Durchbruch und sehe mich schon in Unterhose vor Bob dem Baumeister stehen.
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*Titel ist der Titel eines (One-)Hits von Hanson.


Montag, 6. Juni 2011

Bauarbeiter auf Entzug

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Aus irgendeinem Grund konnte ich gestern nacht nicht einschlafen. Vielleicht hab ich schon gespürt, dass da ein "manic monday morning" auf mich wartet und war innerlich unruhig. Da also an Schlaf nicht zu denken war, habe ich mein Buch ausgelesen. War eine Leihgabe einer Kollegin und ich hatte dann irgendwie heute nacht auch den Ehrgeiz, es ihr heute zurück geben zu können. Hat geklappt.
Um halb drei habe ich dann die Weckzeit etwas weiter nach hinten verschoben, damit ich wenigstens über fünf Stunden Schlaf käme. Als der Wecker morgens schließlich losging, konnte ich ihn allerdings nicht hören. Denn da war bereits seit Punkt sieben ein alles übertönender Dezibelanschlag in vollem Gange. Die Wand zum Nachbarhaus, das derzeit kernsaniert wird, schrie unter der Schlagbohrerpenetration. Auf dem Baugerüst links von meinem Schlafzimmerfenster schrien die Bauarbeiter. Und vorm Haus schrien die Bäume unter der schreienden Säge, die sie zurecht stutzte. Manche Menschen schneiden Pflanzen nur bei Vollmond, die Stadt schneidet Pflanzen nur früh morgens. Und die Bauarbeiter schienen nach dem langen Feiertagswochenende nahezu auf Entzug. Ich machte mich darauf gefaßt heute im Büro mal wieder einen Anruf von meiner Vermieterin zu bekommen. Nur würde sie heute nicht sagen "Da ist ein Päckchen für Sie angekommen, das können Sie sich nachher bei mir abholen." Sondern sicher würde sie sagen "Da ist ein Bauarbeiter bei Ihnen durch die Wand gekommen, den dürfen Sie nachher in Ihrem Wohnzimmer begrüßen."
Ich beeilte mich mit der Morgentoilette um möglichst rasch aus dem Haus und ins vergleichsweise ruhige Büro zu kommen. Als ich beim Aufbruch wie immer am Briefkasten nach meiner Tageszeitung griff, hatte ich statt wie gewohnt den Tagesspiegel doch tatsächlich die BILD in der Hand. Überrascht hat mich das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Wenn schon, denn schon.
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