Donnerstag, 29. Januar 2009

1000 mal geflickrt, 1000 mal ist nix passiert


Eigentlich wollte ich sowohl dem zweijährigen Bestehen dieses Blogs als auch meinem 1000. Foto auf Flickr hier ein wenig Aufmerksamkeit schenken, wenn's soweit ist. Man muß die Feste schließlich feiern, wie sie fallen. Hab aber beides verpennt.

Fiel mir auf, als ich heute folgendes Bild, das ich auch hätte "Dem Frieden Einzug gewähren" nennen können, hochlud. Und weil mir gerade bei diesem Bild auffiel, dass ich schon über die Anzahl von 1000 Bildern hinaus geflickrt hab, sei diesem Bild deshalb ein bisschen extra Aufmerksamkeit gewidmet.

Die weißen Tauben sind müde, deshalb mischen nun die grauen beim Frieden mit, noch nicht gewußt?

Montag, 26. Januar 2009

textsicher


Aufgepaßt! Nicht auf Texte zu achten, ohnehin eine Unsitte, pfui, geht hier und jetzt, bei dem Herrn auf den ich heute hinweisen möchte, mal gar nicht.


Denn sonst könnte man Jon Lajoie gleich genauso wenig beachten wie andere dennoch bekannte Persönlichkeiten, die ernsthaft betreiben, was Jon DieFreude zu recht verhohnepiepelt (herrliches Wort).

Vergleicht man Jon Lajoie mit Musikern der von ihm adaptierten Musikgenres fällt auf:
Viele Musiker, die ihre Musik nicht in der Berufung des Comedians veröffentlichen, erzählen bei genauerem Hinhören nichts Tiefsinnigeres, nur weniger lustig. Und sie treten auch nicht niveauvoller auf, nur eben auch weniger lustig. Und sie sehen auch nicht besser aus, allerdings oft sogar lustiger - oder sagen wir: lächerlicher.
Und gerade diesen Vergleich nutzt Jon DieFreude um uns Freude zu bereiten.

Ich empfehle:

"High as fuck" (warum seiert* James Blunt nicht mal so einen Text?)

"Stay at home dad"

"Show me your genitals"

"Everyday normal guy" (1+2)

Ich wollte eigentlich ein paar Textkostproben geben, hab mich dann aber dagegen entschieden, da gerade die Symbiose aus Text und Performance es nun mal ausmacht.

Alles zu finden hier wenn man mit Geduld auf Michael Keatons Kopf klickt.
Und ab jetzt auch im Blogroll.


*Mir ist klar: Das Wort "seiern" gibt es eigentlich nicht, nur als Rückbildung von dem Wort "Geseire". Aber egal.

Montag, 19. Januar 2009

Faust, nicht von Goethe


Bei der gerade im Prozess befindlichen Urlaubsplanung bin ich bei näherer Beschäftigung mit Kalifornien darauf gestoßen, dass Katy Perry ("I kissed a girl", "Hot n Cold") aus Santa Barbara stammt,
ebenso wie Joshua Kadison, was mich nicht gerade für die Stadt eingenommen hat.

Ich finde, dass Katy Perry sich musikalisch auf dem Niveau von Roxette bewegt. Das fiel mir auf, nachdem ich neulich in nicht allzu großem zeitlichen Abstand voneinander beides im Radio hörte. Roxette und Katy Perry vereint so ein Faust-reck-Rock, der auch bei Jon Bon Jovi zu finden ist. Auch wenn sich die Musik nicht unbedingt ähnelt, die Geste ist hörbar. Man sieht sie ja auch (un)gern bei Dieter Bohlen. Musik, die jedenfalls die Assoziation eines angewinkelten Arms mit Faust in mir hervorruft, ist mir zuwider. Da möchte man mit der Faust auf den Tisch oder den Plattenteller hauen.


Was mir noch auffiel, als ich Roxette im Radio hörte - es war das Lied "Joyride" - war, woraus der Bandname sich wohl ergab. Irgendwann zwischen Riff und Gepfeife am Ende des Lieds krächzt Marie Fredriksson das Wort "Roxette", wobei ich vermute, dass es sich eigentlich um zwei Worte handeln sollte, nämlich um "Rock that!", dass man hier nur nicht in der Lage war, ein "th" zu sprechen. Wie dem auch sei, es ist lang her und nicht mehr der Rede wert und eigentlich hätte ich nicht erwartet, dass solch Faust-reck-Rock noch immer so der Chartbreaker sein kann, aber Katy Perry beweist (leider) das Gegenteil. Gähn.

Freitag, 16. Januar 2009

hartes Brot


Aus dem REWE bei mir um die Ecke wurde vor einiger Zeit ein Nahkauf. Nahkauf gehört zwar zur REWE-Group, aber mein Supermarkt ist nicht mehr der, der er mal war.
Das Mitarbeiter-Team wurde vollkommen ersetzt und statt der freundlichen Damen von eins
t, sitzen dort nun entweder kaugummikauende Unechtblonde, die die ganze Zeit miteinander schnattern, oder ein grimmiger Kassierer, der kaum die Zähne auseinander kriegt, zumindest nicht beim Kassieren. Dafür brüllt er jedem eintretenden Kunden entgegen, er solle die Tür hinter sich zu machen. Natürlich könnte man die Tür auch mal so einstellen, dass sie von alleine zugeht, aber dann verliert man wohl den Kontakt zum Kunden.

Gleich nach der Umgestaltung des Markts in einen Nahkauf wurde die Frischfleischtheke geschlossen. Ersatzlos gestrichen. Die "Back-off-Station" im Markt - so nennt man diese Regale mit Plexiglas-Klappen, hinter denen man normalerweise frisches Backwerk findet - blieb zwar existent, aber nun findet man dahinter Semmeln, die eher an das erinnern, was Heidi einst im Schrank sammelte, als sie ihre Flucht aus Frankfurt plante. Vielleicht hat man diesen Bestand übernommen, denn der Markt von dem ich schreibe, befindet sich natürlich in Frankfurt.

Jedenfalls bin ich dazu übergegangen, den Markt nur noch zu nutzen, wenn es sein muss - wenn ich also zu faul bin ein Stück weiter zu laufen oder wenn es schnell gehen muss. Obwohl auch das nicht immer klappt. Neulich fiel mir beim Backen auf, dass mir zwei Bestandteile fehlten und ich eilte in den ach so nahen Nahkauf, um anschließend gleich weiter zu eilen, denn genau zwei Plätze im Regal in dem Markt waren leer...
Heute jedenfalls war ich bei die Aldi. Und wie ich so durch den Markt streune und meine sieben bis siebzehn Sachen zusammensuche, kommt mir jemand entgegen, der mir irgendwie bekannt vorkommt. Hat man ja öfter: Man sieht ein Gesicht und weiß nicht wo man es einzuordnen hat. Der Kontext, aus dem man die Person kennt, verbirgt sich ganz hinten im Gehirn. Als ich früher mal in einem Hochhaus mit etwa 18 Parteien gewohnt habe, grüßte ich die Leute, die dort wohnten freundlich im Aufzug, erkannte sie aber oft nicht, wenn sie mir in einem anderen Zusammenhang unter die Augen kamen.
So habe ich auch heute einen Moment gebraucht, um zu begreifen, dass ich denn Mann im Aldi nicht erkenne, weil er keinen Kittel trägt und nicht an der Kasse sitzt. Es war der grimmige Kassierer aus dem Nahkauf. Punkt. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen.



Montag, 12. Januar 2009

Ich will ein Becken nur für mich!


Ich war heute schwimmen. Zumindest habe ich es versucht. Als Normalschwimmer ist es gar nicht so einfach zwischen all den Langsamschwimmern und Schnellschwimmern heil durchzukommen.

Die Langsamschwimmer treiben meist auf dem Rücken dahin, gucken an die Schwimmbaddecke und natürlich nicht dahin, wo sie hintreiben, heben ab und zu einen Arm aus dem Wasser, den sie kreisen und dann wieder ins Wasser absenken, meistens nicht ohne jemandem, der sie gerade passiert, die Brille aus dem Gesicht zu streifen oder ins Auge zu stechen, je nachdem.
Der Schnellschwimmer krault oder schmetterlingt geschwind durch das Wasser, natürlich nicht in einer Bahn, sondern in einer Geschwindigkeit. Er ist dabei nicht etwa zart wie ein Schmetterling (oder auch eine Kraule), sondern hat eher den Charme einer aufdringlichen Schiffsschraube und macht Geräusche, als würde er gerade gleichzeitig entbinden (rein hypothetisch, da es sich meistens um Männer handelt, die so rücksichtslos schwimmen). Wenn jemand vor der Schwimmbrille auftaucht, wird einfach links oder rechts ausgeschert, egal wer dort gerade schwimmt. Der bekommt dann eben eins mit dem Schmetterlingsflügel über oder auch eins in die Seite gekrault.

Ich hatte heute gleich drei dieser entbindenden Schiffsschrauben um mich und mir fiel auf, dass Schwimmsport genauso unsexy ist wie Radsport. Gut, es macht eine bessere Figur, so von wegen breites Kreuz und jeder Muskel beansprucht und so. Aber ob Radlerhose mit Schläppchen oder angeklatschte Haare mit Sabbermund - das gibt sich nichts. Es ist fast gruselig, wenn vor einem jemand auftaucht, dessen Mund weit offensteht (weil er Luft holt), der mit den Armen ausholt, als wolle er einen schlagen und dessen Augen aufgrund der Schimmbrille wie leere Augenhöhlen wirken. Das hat etwas Sinnentleertes, Zombiehaftes. Und gerade weil dieser jemand so ungreifbar ist, man keinen Augenkontakt hat, mit dem man gegenseitig Verständnis oder Verzeihung vermitteln kann, machen die Schnellschwimmer einen aggressiv. Wären wir nicht im Wasser gewesen, hätte ich ihnen ein Bein gestellt.

So hab ich einfach zum Whirlpool gewechselt.

Donnerstag, 8. Januar 2009

kalte Musik für warme Ohren


Das Radio wird mir immer suspekter. Es erzählt komische Dinge und macht aus einigen Liedern andere. So kam heute morgen in den Nachrichten, dass das sadistische Bundesamt extreme Einbrüche der Exporte meldet. Ist ja auch gemein.
Dann fängt Coldplays "
Lovers in Japan" an und wird nach 25 Sekunden plötzlich zu "Mr. Rock & Roll" von Amy MacDonald.
Da stimmt doch was nicht! Könnte aber auch an meiner neuen, extrem kuscheligen und schalldichten Fellmütze liegen, die ich mir über die Ohren gezogen hab.
Oder jemand im Radio dachte sich "Nee, Coldplay bei der Kälte das geht nicht. Man isst ja jetzt auch kein Eis." und hat dann schnell die Amy eingespielt. Ist aber unwahrscheinlich.

Sonntag, 4. Januar 2009

Mann oh Monk


Ist eigentlich die Fernsehserie "
Monk" der Grund für die Entstehung des Schimpfwortes "Monk" oder "Vollmonk"? Oder gibt es noch eine andere Etymologie zu "Monk" außer der eigentlichen Übersetzung (Mönch), die sich meiner Kenntnis entzieht? So bitte ich um Aufklärung. Und was können die armen Mönche dafür, die jetzt alle als Dussel hingestellt werden?

Diese Fragen kamen mir in den Sinn als ich in Greenport auf Long Island vor diesem Laden stand und ihn zunächst für den Plattenladen eines Metalmusik-Fanatikers hielt:
Tatsächlich aber gibt es dort häßlichen Schmuck, den wahrscheinlich nur Monks tragen.

P.S. Ein gesundes, glückliches Jahr 2009 Euch allen.