Samstag, 29. Mai 2010

"Zwei Nasen mangeln super" oder "Die hohe Kunst des Plakateklebens"

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Breaking News!
Zwei Mitglieder der Band The Bosshoss haben keine Nase.

Wie jetzt bekannt wurde lag ihnen deshalb besonders die Vertonung der Lieder "You'll never walk alone" und "It's not unusual" am Herzen.
Einige Textpassagen wurden allerdings geändert.

It's not unsusual
It happens every day
no matter what you say

you find it happens all the time
Why can't this crazy nose be mine?

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Dienstag, 25. Mai 2010

Spektakulärtius

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Ich kann diesen denkwürdigen Tag natürlich nicht ohne einen Eintrag verstreichen lassen.
Herrlich, was manche Nachricht an Nachrichten nach sich zieht, nämlich im Mail-Postfach. Die Freude über die heutige Tagesmeldung wurde erhöht durch die Freude über die Mails die nach und nach aufploppten, mit Betreffzeilen ebenfalls voller Freude wie "Schon gehört??" oder "Hoch die Tassen!" oder schlicht "Juhu".
Koch tritt zurück und jeder fragt sich, ob da wirklich nur sein Lebensplan dahintersteckt, oder doch ein tieferer Grund, ob vielleicht irgendwo ein Skandal lauert.

Da das hier mein Blog ist und ich darin meinen Senf abgeben darf: Ich persönlich glaube, er macht sich frei für das Kanzleramt. Er weiß mehr als alle anderen. Merkel wird demnächst gestürzt und Koch steht parat. Frei, bereit nachzurücken.
Oder aber, er hat sich einfach verspekuliert. Er hat auf das Kanzleramt spekuliert und - das wird einfach nix. Und wenn das höchste Amt in der Politik nicht erreichbar ist, da wird die Politik gleich viel uninteressanter. Als Machtmensch muss man sich da ein Terrain suchen, wo nach oben noch mehr offen ist. So meine Spekulation.

Eigentlich aber habe ich keine Ahnung.
Eigentlich suche ich hier nur nach einer Überleitung.
Eigentlich will ich Euch nämlich auf das neue Antipreneur-Produkt aufmerksam machen:
Statt frische Lebkuchen schon im August, nun Verspekulatius bereits im Mai!
In schlechten Zeiten muss das Weihnachtsgeschäft eben ausgedehnt werden.
Und ein bisschen wie Weihnachten war das heute ja auch schon...
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Mittwoch, 12. Mai 2010

turbulent

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Letzte Woche bin ich von Florenz nach Frankfurt geflogen. Glücklicherweise schon letzte Woche, denn ob es diese Woche geklappt hätte, wer weiß, da lag ja schon wieder was in der Luft, also Asche.
Aber auch unser Flug war keinesfalls unkompliziert. Er sollte planmäßig um 18 Uhr starten, wurde schon zwei Stunden vorher für 19 uhr angesagt, verschob sich dann auf 20:20 Uhr und tatsächlich abgehoben sind wir um 21 Uhr. Grund für die Verzögerung war ein Orkantief, das zur Sperrung einer Landebahn in Frankfurt führte, so dass der Pendelflugverkehr zwischen Frankfurt und Florenz sich verzerrte, sowie starker Regenfall vor Ort in Florenz.
Wenn man dann so am Gate sitzt und sich das ansieht und anhört, trägt das nicht unbedingt dazu bei, dass man entspannt den Flieger besteigt, später. Zwar kann man froh sein, dass man unter den Umständen nicht in die Luft geht, und nimmt das Warten in Kauf. Dennoch, lustig ist es nicht. Naja, für einige schon...

Als wir dann nämlich endlich flogen, war der Flug erwartungsgemäß nicht ganz turbulenzfrei.
Während sich meine rechte Hand verkrampft um die Sitzlehne schloss und sich meine linke Hand in die Hand meiner glücklicherweise ganz gelassenen Freundin B. krallte, als der Flieger gerade mal wieder absackte, war hinter mir ein erfreutes, kindliches Quieken zu hören. Ein Quieken das bei jeder Turbulenz erschallte und mich seltsamerweise ein wenig beruhigte, weil es mir ein kleines Lachen entlockte.

Kind müsste man sein. Vielleicht auch nur naiv. Sorglos, nur den reinen Effekt und nicht den Hintergrund begreifend, spaßfixiert, ohne Ernst.
Diese unverschämte Spaßfixiertheit ist das Ehrlichste an Kindern. Für Eltern vielleicht manchmal das Härteste, wenn sie mit dem Ernst allein gelassen sind, während das Kind bespaßt werden will. Aber eben auch das Ehrlichste, was den Ernst des Lebens dann wohl wiederum erträglich macht.

Dazu fallen mir zwei nette Anekdötchen ein, die sich kürzlich im Bekanntenkreis zugetragen haben:

Im ersten Fall wird die gesamte Familie am Morgen des Geburtstages des fünfjährigen Sohnes um 6:30 Uhr (!) durch dessen Rufen geweckt: "Hopp hopp hopp - wo sind die Geschenke?".

Im zweiten Fall wird der Vater, der seiner zweieinhalbjährigen Tochter ein Gute-Nacht-Lied vorsingt, nach wenigen Zeilen mit den Worten "Reicht. Raus." aus dem Zimmer komplementiert.

Beides kann man sich nur als Kind erlauben und gesteht man auch nur Kindern zu.
Denn das Ganze ist ja völlig ironiefrei. Das ist nicht witzig gemeint. Und obwohl sie gar nicht witzig sein wollen, genießen Kinder diese Narrenfreiheit. Ja, Kind müßte man sein...
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Reicht. Raus.
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Montag, 10. Mai 2010

bye jogging, walk away

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Ich war heute walken. Ja, walken. Wer mich kennt oder schon länger dieses Blog liest, weiß, was das für mich bedeutet.
Aber wenn man nun mal Arthrose in Knie und Wirbelsäule hat und deshalb das Joggen aufgeben mußte und schließlich (da man keinen Sport gefunden hat, der einen genauso glücklich macht wie das Joggen und das Sporteln nahezu gänzlich eingestellt hat) alle möglichen anderen Zipperlein entwickelt, die man nie hatte, als man noch regelmäßig joggen war - tja, da gilt es dann, sich zu ergeben.

Also rein in die noch ziemlich neuwertigen Laufschuhe, die man sich damals just vor der Knie-OP zugelegt hat und die seitdem warten. Und nicht nur rein mit den Füßen, sondern auch rein mit dem Sender. In meinen Schuhen ist nämlich ein Plätzchen für einen Sender vorgesehen und der kommuniziert mit meinem iPod, zählt meine Schritte und verbrannte Kalorien. Das Ding kann natürlich noch ne Menge mehr, etwa mir während des Trainings ein Audio-Feedback geben, sich meine "Power-Songs" merken sowie die Trainingsdaten an nikeplus.com senden, damit man sie dort auswerten und mit den Daten anderer vergleichen kann.

Letzteres mache ich natürlich auf gar keinen Fall, denn ich bin ja jetzt Walker. Als Walker seine Trainingsdaten an nikeplus zu senden und sich mit Läufern zu vergleichen, ist so, als ob man als Mofa-Fahrer einen Motorradfahrer auf einer BMW F 800 GS grüßt.
Und mit den Power-Songs muss ich mich noch auseinandersetzen...

Jedenfalls hat mir dieses Gadget, das ich meinem Liebsten zu verdanken habe, heute den Weg erleichtert. Und zwar nicht den zurückgelegten Weg, sondern den Weg zum Walking.
Gebe allerdings zu, dass es mich hingerissen hat und ich die Hälfte der 7.571 gemachten Schritte doch gejoggt bin. Habe übrigens 324 Kalorien verbraucht. Aber egal, wir sind hier ja nicht bei nikeplus.
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