Donnerstag, 30. September 2010

Schlechter Geschmack for Dummies bitte

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Es ist mal wieder an der Zeit zu meckern (auch wenn ich jetzt sicher von Sash wieder eins auf die zwölf bekomme). Aber Entschuldigung, so geht das nicht!

Das Banale der End-80er-früh-90erJahre-Musik ist nicht umsonst überwunden worden und in der Versenkung verschwunden. Allem anderen, guten Synthie-Pop, sei ja Respekt gezollt. Aber dass nun zwei blinden Hühnern aus Manchester mit der banalsten Form des Retro-Synthie-Pop in unserer Zeit ein Wurf gelingt, der noch dazu unverdient mit Musik von Größen wie Tears for Fears oder Depeche Mode verglichen wird, ist mir völlig unverständlich. Sogar „Hurts“ selbst lehnen eine Verbindung zu diesen Bands ab. Wenn auch zugegebener Maßen, aufs Merkwürdigste:

"Wir haben keinerlei Verbindung zu all diesen Bands mit denen man uns so oft vergleicht. Wir suchen uns bei ihnen nur die Aspekte die uns gefallen."

Komisch, ich dachte, wenn man sich von etwas inspirieren lässt, hat man irgendwie automatisch eine Verbindung dazu, wenn auch nur sehr einseitig. Schlimmstenfalls in Form des Plagiats. Einem Vergleich hält „Hurts“ jedenfalls nicht stand.

Sei’s drum. Ich finde keine Erklärung dafür, dass „Wonderful life“ rauf und runter gedudelt und billiges Pathos hochgejubelt wird. Der Text ist Mist (und ich rede jetzt nicht primär vom Refrain), die Musik ist Mist, das Video ist Mist. Für mich eine komplette Niete.

Nun sind aber sogar in meinem nächsten Umfeld Menschen, die da anderer Meinung sind, was mich zugegebenermaßen frappiert. Ich würde es ja wirklich gern verstehen. Kann mir jemand die Augen, bzw. die Ohren öffnen?



Donnerstag, 23. September 2010

Dienstag, 21. September 2010

Ausschreibung

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Im Gegensatz zu meinem ehemaligen Nachbarn, dem Murmeltier, ist mein neuer Nebenbewohner ja ein Segen. Nett und ruhig. Zumindest vorwiegend ruhig. In letzter Zeit kommt es jedoch häufiger vor, dass ich abends nicht einschlafen kann oder nach kurzem Schlaf wieder geweckt werde, weil nebenan Verkehr* vollzogen wird.
Ich will jetzt nicht ins Detail gehen und sagen, dass ich die Säfte flutschen hören kann, aber es kommt der Sache nahe. Ist eben eine dünne Wand zwischen uns. Und ich kann sagen: Mein Nachbar ist ausdauernd. Manchmal, wenn ich höre, wie man nebenan (zum Ende) kommt und denke, es überstanden zu haben, kommt es vor, dass es wenig später von vorne losgeht.

Nun muss ich das ehrlich gesagt nicht haben und würde ihm gerne mitteilen, wie sehr ich Zeuge werde. Denn ich könnte mir vorstellen, dass auch er keinen Wert darauf legt, diese Intimität mit mir zu teilen. Allein: Ich weiß nicht recht wie ich es angehen soll.
Ihn vielsagend blickend fragen, ob er sich noch erinnert, wie dünn die Wand zwischen uns ist?
Geradeheraus kundtun, dass ich keinen Hörbuch-Porno bestellt habe?

Das Ei des Columbus ist das noch nicht. (Und Columbus sollte ich da vielleicht auch nicht heranziehen, denn der stand in spanischen Diensten und mein Nachbar ist Spanier und dient offenbar auch nicht schlecht.)
Ich bitte also um Eure Mithilfe bei der Suche um eine passende Formulierung. Gewonnen werden kann der taktvoll-und-doch-bestimmt-Nachbarschaftspreis.

Hoffnungsvoll, Eure Penjelly
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*Ich schreibe extra nicht das "Geschlecht" davor, weil ich sonst wieder comments bekomme, die das Thema verfehlen und irgendwelche Hilfsmittel anbieten.

Freitag, 10. September 2010

Ein Gedicht fürs Gesicht

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Morgens auf dem Weg zur Arbeit,
wir waren beide noch nicht weit.
Mein Liebster im Auto, ich aufm Rad.
Er dachte ich bieg auch ab, was ich nicht tat.

So geriet ich beinah unter die Räder,
dabei sagte ich gerade noch "bis später".
Da ich noch mal davon gekommen bin,
so kam mir plötzlich in den Sinn:

Wir alle machen mal die Krätsch,
da hilft auch kein Anti-Ätsch.
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Mittwoch, 8. September 2010

Urlaubsorte, die es schwer haben

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Bevor es an die Ostsee ging, bewegten wir uns übrigens im schönen Harz zwischen Sorge und Elend...
Glücklicherweise galt nicht "nomen est omen".


Später auf unserer Reise kamen wir auch noch nach Poppendorf und Schabernack.
Schon allein deshalb wundert nicht, dass es mehr Touristen an die Ostsee als in den Harz zieht.
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Montag, 6. September 2010

Roll over Beethoven

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Noch unwahrscheinlicher, als Bernstein zu finden, ist es wohl, von einem Heuballen erschlagen zu werden. Bzw. noch unwahrscheinlicher dürfte es sein, dass es einem als bescheidener Landwirt geschieht, dass einer der eigenen Heuballen außer Rand und Band gerät und von vielen Menschen, die gerade unglücklicherweise hätten des Weges kommen können, ausgerechnet einen Rockstar das unglückliche Los trifft und man so selbst zu wenig und unglücklicher Bekanntheit kommt.

In Erinnerung an Mike Edwards.
Strange magic.
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Sonntag, 5. September 2010

gesucht und gefunden: Bernstein

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Während zahlreicher Strandspaziergänge an der Ostsee haben R. und ich in den letzten Wochen natürlich auch die Augen nach Bernstein offen gehalten. Natürlich ist das vollkommen blödsinnig, da wir zur völlig falschen Zeit wenn auch am richtigen Ort waren.

Nur im Winter, wenn das Salzwasser mit vier Grad Celsius seine größte Dichte hat, schwimmt Bernstein an der Oberfläche. Bei starken Herbst- und Winterstürmen, die den Boden des Meeres aufwirbeln, wird Bernstein an Land gespült und findet sich, verfangen mit Tang und Treibholz, am Spülsaum des Strandes.

Folglich haben wir - obwohl uns das bewußt war - umsonst unsere Augen auf den Strand geheftet und potentielle Bernsteinfunde am Abend in eine hohe Salzlösung geworfen, um zu gucken, ob was schwimmt (die sicherste Methode).
Spaß gemacht hat's, obwohl natürlich nichts schwamm.

Dafür habe ich bei der Rückkehr in meinen eigenen vier Wände dann doch noch Bernstein gefunden, und zwar in meinem Kühlschrank. Hielt allen Prüfungen stand. Das Gute liegt so nah!
Letztendlich aber mußte ich doch einsehen, dass sich schlicht ein großer Tropfen "Vitam R" verirrt hatte und in den drei Wochen meiner Abwesenheit hübsch verhärtet war.
Bernstein zum Lutschen quasi. Hab ich aber drauf verzichtet.

Muss ich mich wohl doch mal in einem stürmischen Winter nach Hiddensee begeben und mir jetzt erstmal wieder abgewöhnen, den Boden unter meinen Füßen ständig systematisch abzusuchen.
Eine Sammlung gehärteter Kaugummis vom Stadtasphalt ist ja nichts Vergleichbares.
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