Dienstag, 28. April 2009

Netzwerke


Heute wurde ich in
Flickr von jemandem als Kontakt gewählt, die ich bisher gar nicht kannte. Das ist nix Neues, dass man bei allen möglichen Plattformen wie MySpace, Facebook, Wer-kennt-wen, Xing oder Flickr von allen möglichen Mitgliedern als Kontakt oder gar Freund deklariert wird.
Bei Facebook und MySpace kenn ich mich nicht so aus, zu diesen Gemeinden gehöre ich nicht. Daher entschuldige ich mich schon vorab, wenn ich was Falsches darüber sagen sollte. Aber laut erfahrenen Freund(inn)en kennt da jeder Menschen, die er eigentlich nicht kennt, Menschen, die er gerne kennen würde (verehrte Musiker etwa) oder Menschen, mit denen er gerne anbändeln würde, womit die Plattform auch geringfügig als Kontaktbörse dienen kann. Und man kennt natürlich Leute, die man wirklich kennt. Das Ganze dient dem Au
stausch und der Unterhaltung.

Bei Wer-kennt-wen ist das etwas anderes. Da kennt jeder nur Menschen, denen er tatsächlich zumindest einmal begegnet ist. Seit ich dort eingeladen wurde überlege ich schon, mich wieder abzumelden. Denn der Unterhaltungswert ist recht gering. Im Gegenteil. Regelmäßig bin ich etwas schockiert, wenn sich Menschen bei mir melden, die ich nicht zu kennen meine, die aber mit mir in der Schule waren, bloß, dass ich mich gar nicht an sie erinnern kann. Es ist nicht schön, die eigene Vergesslichkeit so vor Augen geführt zu bekommen. Oder auch die eigene Ignoranz, denn in manchen Fällen bin ich mir sicher, dass ich diese Menschen auch zu Schulzeiten nicht wahrgenommen habe und es beschämt mich, dass sie sich aber scheinbar recht gut an mich erinnern. Warum will ich lieber nicht wissen.

Xing ist eigentlich das Gleiche auf geschäftlicher Ebene. Wobei ich zugeben muss, dass ich persönlich da mehr private Kontakte habe als geschäftliche. Ist aber ja nicht schlimm. So ein Netzwerk ist ja langfristig angelegt und wenn mal die Zeit kommt, da man es braucht, lassen sich auch private Kontakte sicher vortrefflich nutzen. Und ich vermittele auch gerne, wenn's was bringt.

So deshalb auch in dem eingangs erwähnten Fall. Bei Flickr verhält es sich nämlich eigentlich so, dass man Mitglieder als Kontakt nimmt, wenn man ihre Fotos mag und sich gegenseitig Kommentare zu seinen Bildern schreibt. Austausch und Unterhaltung eben - nur auf Foto-Basis.
Aber warum nicht auch dieses Netzwerk nutzen, dachte sich wohl Silvester und nahm mich als Kontakt, obwohl es wohl eindeutig nicht um den Austausch zu Fotos ging. Zu meinen hatte sie sich nämlich nicht geäußert und ihre waren recht gering vorhanden, gerade mal 16 Stück. Allerdings fiel mir auf, dass sie bereits 338 Kontakte hatte. Keine halbe Stunde später sogar schon 429!

Grund dieser Aktion ist, dass Silvester Musik macht und scheinbar sämtlich Netzwerke nutzt, um darauf aufmerksam zu machen. Und das ist gut so! Das würde ich genauso machen. Denn es wirkt. Diese Netzwerke funktionieren. Ich landete über ihre Kontaktaufnahme in Flickr auf ihrer Website und ich hörte mir die Musik ihrer Band an.
Das Ganze hat zwar mit dem Austausch zu Fotos nichts zu tun, aber ich unterstütze trotzdem gern den Gebrauch solcher Netzwerke und mache deshalb nun auch hier in meinem Blog noch auf Silvester aufmerksam, denn die Musik könnte dem ein oder der anderen durchaus gefallen:

Silvester Musik

Freitag, 24. April 2009

Pasta-Gymnastik


"So, und jetzt nehmen wir die Nudel in beide Hände und halten sie nach unten."
R. und ich tauschen einen Blick mit unterdrücktem Grinsen.
"Und jetzt hoch mit der Nudel!" Wir kichern albern.
Ich tauche unter und gucke mir das Schauspiel von unten an. Ich sehen lauter Beine, dicke und dünne, die mehr oder weniger koordiniert und mehr oder weniger elegant strampeln.
Wieder oben, kichere ich weiter. "Du bist fies" sagt R., kichert aber selbst ohne Unterlass.

Wir sind im Schwimmbad, wo in einer abgetrennten Hälfte des Beckens ein Aqua-Gym-Kurs stattfindet.
"Und die Nudel kräftig zusammendrücken!" ruft die Trainerin jetzt und macht es vor.
Mit einer biegsamen Stange aus festem Schaumgummi, der sogenannten Nudel, die sie zu einem Hufeisen formt und dessen Enden sie rhythmisch zusammendrückt, läuft sie am Beckenrand auf und ab. Unter ihr im Wasser kämpfen die Teilnehmer verzweifelt darum, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Sie haben ihre Arme nicht zur Verfügung, da sie versuchen, die Nudel über dem Kopf zu halten.
Hoffentlich kann man so eine Nudel auch zum Rettungsring formen und als solchen gebrauchen. Einige Teilnehmer sehen der Gesichtsfarbe nach aus, als würden sie bald einen benötigen.

Aber ich hab gut lachen, ich mache bei diesem anstrengenden Kurs ja nicht mit. Ich würde auch sofort vor Lachen untergehen, Nudel hin oder her (oder auch nach oben oder unten). Da komme ich gegen meine Albernheit nicht an. Nudel, hör mal! Wer denkt sich denn sowas aus? Werfen die im Frisbee-Kurs mit Pizzen? Machen die Zirkeltraining mit Reisbällchen?
Ich übe stattdessen Kraulen. Sollte einer der Pasta-Gymnastik-Kursteilnehmer tatsächlich untergehen, wird er zumindest unter Wasser auch was zum Kichern haben, wenn er mich dabei beobachtet.

Dienstag, 21. April 2009

im Lot


Meine wii hat mir gestern gesagt, mein Schwerpunkt sei verschoben. Das hat sie noch nie gemacht!
Sonst bin ich immer ausbalanciert!
Heute war aber zum Glück wieder alles normal und es ist daher anzunehmen, dass die Lesung am Sonntag mich kurzzeitig aus dem Gleichgewicht gebracht hat.
In der Nacht davor hatte ich auch ein wenig die Flatter*. Um zwei Uhr nachts habe ich Yoga-Übungen gemacht. Als das nichts half, um drei Uhr, einen Grappa getrunken. Geholfen hat aber nur (gegen vier), meinen Schatz zu wecken und das Leid zu teilen. Ihm sei gedankt, zumal er noch immer an den Folgen dieses Opfers in Form eines Schlafdefizits trägt. Dem Herrn Lenin sei auch gedankt und versichert, dass er kein schlechtes Gewissen haben muss.
Und Euch sei auch gedankt - für's Dasein, Zuhören und die überaus netten Rückmeldungen.


Eure Penjelly







*Ich weiß, es heißt eigentlich "die Flatter machen" und nicht "die Flatter haben", aber dieser abgewandelte Ausdruck beschreibt am besten, was vor sich ging. Meine innere Ruhe und Ausgeglichenheit haben nämlich plötzlich die Flatter gemacht, woraufhin der Schlaf sich auch eher flatterhaft zeigte.

Donnerstag, 16. April 2009

wii bitte?


Vor drei Tagen hat meine wii mich daran erinnert, dass eine liebe Freundin Geburtstag hat. Vorgestern hat sie mich gefragt, warum X nicht regelmäßig trainiert (obwohl er fettleibig ist) und gestern, wii ich die Haltung von L. zur Zeit einschätze.

Meine wii fragt mich, ob ich schon bettfertig bin, wenn ich spät "trainiere", und ob ich mir schon die Zähne geputzt habe. Sie erzählt mir wii Alkohol auf den Körper wiirkt und wii ich meine Körperhaltung verbessern kann (und manchmal auch, dass ich B gedrückt halten muss).

Meine wii ist also schon wii ein Familienmitglied (wii ein Elternteil) und ich werde wiider Kind, auch wenn ich meine Rechnungen schon lange selber zahle. Muss ich nun eigentlich meiner Vermiiterin mitteilen, dass ich kein Einpersonenhaushalt mehr bin?

Ich bin verwiirt.




Mittwoch, 15. April 2009

von Modellen und Huren


"Sie ist ein Model und sie sieht gut aus." So der Anfang des Liedes "Das Model" von Kraftwerk aus dem Jahr 1980.
W. (der mikrophonbewanderte) und ich waren zu dieser Zeit etwa 7 Jahre alt. Neulich rief mich W. morgens an und weckte mich mit der Frage, ob ich wüßte, dass er früher immer dachte, dass es in dem Text von "Das Model" um "schmutzige Dinge" ging. Als ich der Sache schlaftrunken-interrogativ auf den Grund ging, gestand W., dass er in (ganz) jungen Jahren wohl meinte, ein Model sei so etwas wie eine Nutte.
"Schaust Du eigentlich "Germany's Next Top-Nutte?" fragte ich.
Es folgte ein Ausmalen darüber, wie so ein Sendekonzept aussehen könnte.
Ich liebe Telefonate mit W.

Zwei Jahre nach dem Kraftwerk-Song gab es ein Lied, in dem es wirklich um eine Prostituierte ging, nämlich um die Rosi. Ich konnte den kompletten Text von "Skandal im Sperrbezirk" von der Spider Murphy Gang auswendig und sang ihn auch immer schön lauthals mit - selbstverständlich ohne ihn tatsächlich zu verstehen: "Und draußen vor der großen Stadt stehen die Nutten sich die Füße platt." Natürlich baten meine Eltern zum Gespräch und klärten mich auf. Also, noch mehr als bisher.

Den Text von "Das Model" hatte ich nicht so präsent. Als ich ihn mir nun kürzlich anhörte, mußte ich unter dem Aspekt von W.'s kindlichem Irrtum doch sehr schmunzeln.
"Sie wirkt so kühl, an sie kommt niemand ran."
(Hmm, eine außergewöhnliche Prostituierte.)
"doch vor der Kamera da zeigt sie was sie kann"
(aha, die schmutzige Pornoindustrie also..)

Worum geht es eigentlich in dem Lied "Uh-Uh-Uh mir bleibt die Luft weg" von DÖF?

Sonntag, 12. April 2009

wieder was gelernt


Nach der
mentalen Vorbereitung von neulich, muss ich mich nun ja auch noch irgendwie technisch auf die kommende Lesung vorbereiten. "Ich brauche ein Mikro."
Einfacher Satz, einfache Sache, dachte ich und schrieb diesen Satz per SMS meinem mikrobewanderten (nicht bildlich vorstellen) Freund W.. Woraufhin er mich anrief. Schon dies ein Hinweis darauf, dass die Sache so einfach nicht war. Wie sich dann auch im folgenden Gespräch bestätigte, da Mikro nicht gleich Mikro ist.

So fragte mich W. ob ich Bedarf an Popschutz hätte und ich fragte mich kurz, ob W. mir Kondome überlassen wollte. Dann erwähnte er etwas von Phantomspeisung und ich, obwohl gar nicht bibelfest, fühlte mich an die Speisung der 5000 erinnert. Mir ging auf, dass ich es mit Termini technici zu tun hatte, mit Fachchinesisch.
W. erzählte mir von Schwanenhälsen, breiten Nieren, Sprechstellen und Kugelcharakertistik.
Ich war etwas überfordert und W. fragte mich, was ich denn am liebsten hätte.
"Ein Mikro mit so einem riesen Puschel, das ich vor mir aufbauen und mich dahinter verstecken kann."
Aber es macht natürlich keinen Sinn in ein Mikro mit Windschutz zu lesen. Obwohl, falls es dazu kommt, dass ich vor Aufregung schwer atme...

Hier übrigens die offizielle Ankündigung:

Dienstag, 7. April 2009

Unglückskekse & O.K.-Tropfen


Ihr sucht ein ausgefallenes Gechenk?

Wie wäre es mal mit einer Flasche Infrarotwein oder einer Waldbrandtapete?

Oder darf's ein bisschen intimer sein? Dann käme vielleicht die Leidcreme (SM aus der Tube, weil die Liebe ja doch immer auch Leid ist) in Frage, oder - wenn man soweit noch nicht ist - die Nordic-Stalking-Stöcke.

Sollte man kein Geschenk finden, kann man für den Wert, den man gern ausgegeben hätte, auch einfach nur hübsche Verpackung kaufen. Kann man? Oder kann man sein Geld auch besser anlegen?

Seht es Euch selbst an - und verpaßt nicht, einmal den KAUFEN-Button zu drücken. Ist schließlich fürn guten Zweck:

Antipreneur-Shop

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